Beim traditionellen Flugtag in Barnsen gehen am Himmelfahrtstag auch die Besucher in die Luft

Über den Wolken

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Hoch oben in den Wolken staunten Barbara Kopske und Sohn Felix über den Ausblick.

Barnsen. Der Flugplatz nahe Barnsen ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel am Himmelfahrtstag. Auch in diesem Jahr fanden sich dort wieder viele Besucher ein.

Der an diesem Feiertag vom Flugsportverein Cumulus Uelzen ausgerichtete „Tag der offenen Tür“ lockt mit zahlreichen Flugvorführungen, bietet aber vor allem auch Laien die Möglichkeit, die zahlreichen Motorflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Motorsegler, Hubschrauber und Segelflugzeuge direkt aus der Nähe zu erleben.

Und nicht nur das: Rundflüge mit erfahrenen Piloten bieten die Möglichkeit, einmal selbst in das Cockpit einer Maschine zu steigen und den Landkreis aus luftiger Höhe zu erleben. Die AZ war mit an Bord, als Barbara Kopske nebst Sohn Felix in einer Piper PA 28 zu einem der ersten Rundflüge des Tages abhoben. „Das war toll, die Felder haben ausgesehen wie Puzzleteile“, zeigte sich der Vierjährige begeistert und stellte sich nach sanfter Landung erneut an, um gleich wieder aufzusteigen – diesmal im riesigen Doppeldecker Antonov N 2.

Christian Schulze (von links), Sohn Marcel (im Flugzeug) und Enkeltochter Mattilda genossen den Rundflug mit Pilot Frank Deneke.

Auch Christian Schulze hatte zusammen mit Sohn Marcel und Enkeltochter Mattilda eins der begehrten Tickets ergattert und war so in den Genuss gekommen, den Ausblick von oben zu genießen. Obwohl es für die zweijährige Mattilda der erste Flug ihres Lebens war, hatte sie trotz einiger thermisch bedingter Wackler kein bisschen Angst in der kleinen Maschine. Was vielleicht auch an Pilot Frank Deneke gelegen haben mag: Der ehemalige Flugbetriebsleiter des Barnser Flughafens hat über 1000 Flugstunden vorzuweisen und verfügt über eine 25-jährige Flugpraxis. Seine Piper hat er sich zusammen mit drei weiteren Flugbegeisterten gebraucht angeschafft, denn: „Neu muss man für so ein Flugzeug mit bis zu 500 000 Euro Anschaffungskosten rechnen, soviel Geld ist nicht mal eben hingelegt“.

Auch Flug-Urgestein Hartmut Stehr war mit seiner „Robin“, einer von insgesamt vier vereinseigenen Motorflugzeugen zu Rundflügen aufgebrochen, an Bord waren dabei Ann-Kathrin Seelig und ihr Sohn Justus. „Mein Sohn liebt alles, was sich bewegt, egal ob Auto, Boot oder eben Flugzeug“, erzählte Seelig.

Wer aufgrund des Andrangs keinen Platz im Flugzeug mehr bekommen hat, kann übrigens auch später wieder nach Barnsen kommen, denn Rundflüge werden nicht nur am Flugtag, sondern auch an den Wochenenden angeboten.

Von Oliver Huchthausen

Flugtag in Barnsen an Himmelfahrt 2018

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