Feierstunde mit scheidendem Verwaltungschef und dessen Nachfolger

Thomas Schulz übergibt Suderburgs Rathaus-Schlüssel an Wolf-Dietrich Marwede

Thomas Schulz steht vor dem Eingang des Suderburger Rathauses und überreicht Wolf-Dietrich Marwede den symbolischen Rathaus-Schlüssel.
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Verwaltungschef Thomas Schulz (vorne rechts) übergab seinem Nachfolger Wolf-Dietrich Marwede den symbolischen Rathaus-Schlüssel. Mit ihm freuten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und öffentlichem Leben.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Die Samtgemeinde Suderburg hat seit dem 1. November einen neuen Bürgermeister. Wolf-Dietrich Marwede hat das Amt von Thomas Schulz übernommen, der sieben Jahre Verwaltungschef gewesen war. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergab Schulz jetzt den symbolischen Rathaus-Schlüssel an seinen Nachfolger.

Suderburg – „Wir haben in der Samtgemeinde Suderburg viele Wölfe, aber jetzt haben wir einen Leitwolf.“ Die Anspielung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Schröder auf den Vornamen des neuen Samtgemeindebürgermeisters sorgt jetzt bei einer kleinen Feierstunde für Heiterkeit. Gestern hat Wolf-Dietrich Marwede seine Arbeit als Suderburger Verwaltungschef aufgenommen. Er folgt auf Thomas Schulz, der nach sieben Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

Seine Abschiedsfeier nutzte Schulz, um Marwede den vergoldeten Schlüssel des Rathauses zu überreichen. Vor zahlreichen geladenen Gästen zog Schulz eine überwiegend positive Bilanz seiner Zeit als Samtgemeindebürgermeister: „Die sieben Jahre waren für mich erfahrungsreich, arbeitsreich, zeitintensiv und abwechslungsreich. Wir haben vieles gemeinsam geschafft.“

Als Beispiele nannte er die erfolgreiche Selbstentschuldung der Kommune, den Ausbau der Kinderbetreuung, die Digitalisierung der Schulen, neue Baugebiete und die Weiterentwicklung der Ostfalia-Hochschule. Ein Meilenstein war für ihn auch die Gründung des Abwasserzweckverbandes mit der Hansestadt Uelzen. „Das war ein goldener Griff“, meinte Schulz. Das Fazit seiner Zeit als Verwaltungschef: „Ich bin stolz und froh, dass ich dabei war.“ Seinem Nachfolger übergebe er „eine sehr gut aufgestellte Samtgemeinde und einen fachlichen Personalschatz“.

Marwede versprach den Anwesenden: „Ich bin offenen Ohres, Ihr könnt mich immer erreichen. Ich versuche, die Dinge dann ganz schnell in die Wege zu leiten.“ Mit den Finanzen der Samtgemeinde werde er sorgsam umgehen. Sein Ziel sei, die Verwaltung nicht nur eine Wahlperiode, sondern langfristig zu leiten. „Erst in ganz, ganz vielen Jahren“ wolle er den Rathaus-Schlüssel an seinen Nachfolger weitergeben.

Zu den vielen Gratulanten während der Feierstunde gehörte Gemeindebürgermeisterin Dagmar Hillmer (CDU). Sie dankte Schulz – auch im Namen ihres Vorgängers Hans-Hermann Hoff (Grüne) – für die gute Zusammenarbeit. „Wir haben viel auf den Weg gebracht“, erklärte sie. Marwede wünschte sie „ein gutes Händchen“ für seine künftige Tätigkeit.

Dem schloss sich Eimkes Bürgermeister Dirk-Walter Amtsfeld an. „Wir freuen uns auf einen unverbrauchten Verwaltungsmenschen“, sagte er, an Marwede gerichtet. Für Schulz hatte er zum Abschied einen Gutschein für den Besuch des Eimker Theaters „Kulisse“ mitgebracht.

SPD-Fraktionschef Ulrich Mietzner äußerte sein Bedauern, dass Schulz schon nach sieben Jahren aufhört. Einen Karton mit frisch gepresstem Apfelsaft überreichte Grünen-Fraktionschef Niels Tümmler dem scheidenden Verwaltungschef. Von Pastor Mathias Dittmar gab es eine Flasche französischen Apfelwein für Schulz und den Stiftungslikör „Tränen des Remigius“ für Marwede. Auch Gemeindebrandmeister Reimund Mentzel hatte Präsente dabei: jeweils eine Flasche Wein für Schulz und den früheren Fachbereichsleiter Reinald Müller, der Ende Juni in den Ruhestand gegangen ist.

Lobende Worte gab es von Christine Kohnke-Löbert (Grüne). Bei Marwede habe sie „ein ganz gutes Bauchgefühl“. Mit Schulz habe sie sehr gut zusammengearbeitet. An ihn habe sie sich immer vertrauensvoll wenden können, wenn sie politische Fragen hatte. „Diesen Rückhalt habe ich bei Dir empfunden“, dankte Kohnke-Löbert.

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