Fachausschuss stimmt für Sanierung

Suderburger Sportzentrum: Mehr Warmwasser und neue Fenster

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Das Suderburger Sportzentrum ist in die Jahre gekommen. Auf Empfehlung des Bauausschusses soll die Samtgemeinde zunächst die Warmwasserbereitung, die Umkleiden, Fliesen, Rohrleitungen und Fenster erneuern.

Suderburg – Der Versuch der Samtgemeinde Suderburg, Zuschüsse für die millionenschwere Modernisierung ihres betagten Sportzentrums zu bekommen, war bislang nicht von Erfolg gekrönt.

Zweimal kam sie in den vergangenen Jahren bei einem Förderprogramm des Bundes nicht zum Zug. Der Grund: Die Zahl der Anträge überstieg die zur Verfügung stehenden Mittel deutlich (AZ berichtete). Auch die Chance, Zuschüsse aus einem neuen Fördertopf des Landes zu erhalten, ist äußerst ungewiss.

Daher will die Samtgemeinde nun einen neuen Weg beschreiten: Sie beschränkt sich zunächst auf die dringendsten Sanierungsarbeiten im Sportzentrum. Dafür nutzt sie bereits zugesagte, aber deutlich geringere Zuschüsse und steuert Eigenmittel bei. Das hat der Bauausschuss der Samtgemeinde jetzt einstimmig empfohlen.

Dabei sollen die Warmwasserbereitung im Sportzentrum erneuert und der Heizkessel ausgetauscht werden. Geplant ist auch der Einbau einer Solarthermie-Anlage, für die Kollektoren auf dem Dach des Gebäudes installiert werden. Die geschätzten Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf insgesamt 72 000 Euro, teilte Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje mit. Mit der neuen Heizungsanlage soll sichergestellt werden, dass den Sportlern künftig ausreichend warmes Wasser zur Verfügung steht. Bislang müssen viele von ihnen nämlich kalt duschen.

Doch damit sind die Investitionen im Sportzentrum noch nicht abgeschlossen. Auf Wunsch des Ausschusses sollen auch die Umkleiden, Fliesen und Rohrleitungen erneuert werden. Gleiches gilt für die Fenster. „Dort gibt es zurzeit nur eine Einfachverglasung“, sagte Ausschussvorsitzender Ulrich Mietzner (SPD). Er hält die große Lösung bei der Warmwasserbereitung – mit Kessel und Solarthermie – für sinnvoll. „Das würde sich auf Dauer rechnen“, ist er überzeugt.

Der Bauausschuss sprach sich dafür aus, für die Finanzierung der genannten Arbeiten 233 000 Euro in den Haushalt 2020 einzustellen. Darüber muss der Rat während seiner Sitzung im Dezember entscheiden. Rund 153 000 Euro würde die Samtgemeinde aus Eigenmitteln beisteuern. Hinzu kämen knapp 80 000 Euro als Förderung aus dem kommunalen Investitionsprogramm („KIP 2“) des Bundes. „Diese Mittel sind uns sicher“, betonte Lilje.

Michael Leue, Abteilungsleiter Jugendfußball beim VfL Suderburg, begrüßte die Empfehlung des Ausschusses. „Ich freue mich, dass das losgeht“, sagte er. Seine Hoffnung ist, dass die Sanierung zügig beginnt. Einen Termin konnte Fachbereichsleiter Lilje aber noch nicht nennen. Zunächst müsse der Suderburger Samtgemeinderat den Haushalt 2020 verabschieden, danach stehe die Prüfung durch den Landkreis an. Erst wenn dieser das Zahlenwerk genehmigt habe, könne mit den Ausschreibungen der Arbeiten begonnen werden, erklärte Lilje.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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