Fahrzeug wird im Herbst ausgeliefert / Gemeinde soll Werbefläche mieten

Suderburger Bürgerbus peilt Start im Oktober an

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Ungefähr so wie dieser Kleinbus des Unternehmens K-Bus aus Hornstein in Österreich soll der Suderburger Bürgerbus aussehen. Die Gemeinde soll das Gefährt durch die Anmietung einer Werbefläche unterstützen.

Suderburg – Die erste Fahrt des Suderburger Bürgerbusses rückt in greifbare Nähe. „Der Bus ist bestellt.

Bernd Roggemann, Fahrdienstleiter des Bürgerbusses

Wir warten darauf, dass er im Herbst da ist und wir im Oktober oder November damit starten können“, sagte Bernd Roggemann, Fahrdienstleiter des Bürgerbus-Vereins, jetzt in der Sitzung des Suderburger Wirtschaftsausschusses.

Inzwischen seien alle Fördergelder für den Betrieb des Busses zugesagt. 64.500 Euro erhält der Verein von der Landesnahverkehrsgesellschaft, 50.000 Euro steuert der Landkreis Uelzen bei. Der Busbetrieb sei zunächst auf fünf Jahre ausgelegt.

Bei dem Gefährt handelt es sich um einen barrierefreien Niederflurbus, basierend auf einem T 6 von Volkswagen. Das 3,5 Tonnen schwere Fahrzeug hat acht Sitzplätze, hinzu kommt der Fahrer. „Wir haben 21 ehrenamtliche Fahrer mit Beförderungsschein“, berichtete Roggemann. Gefahren wird in Lizenz der Firma Haller Busbetrieb nach festgelegtem Fahrplan im öffentlichen Personennahverkehr – und zwar montags bis freitags.

Es gibt vier Linien mit jeweils vier Rundtouren pro Tag, die jeweils am Suderburger Marktplatz starten und dort auch enden. Eine Route führt von Suderburg über Hamerstorf und Holxen, die zweite zur Wolfskuhle, die dritte steuert Hösseringen und Räber an, die vierte verläuft über Bahnsen, Bargfeld und Böddenstedt. „Im August werden wir die Haltestellenschilder aufstellen“, kündigte der Fahrdienstleiter an.

Darüber hinaus will der Trägerverein Werbeflächen mittels Folien auf dem Fahrzeug vermieten. Außerdem ist eine Fotoshow mit Werbung auf einem Monitor im Bus möglich. „Die Vorstandsmitglieder werden dazu alle Firmen im Gemeindegebiet ansprechen und einen Werbevertrag anbieten“, erklärt Vereinsvorsitzender Rüdiger Biernat gegenüber der AZ.

Auch die Gemeinde Suderburg soll den Busbetrieb durch das Anmieten einer Werbefläche unterstützen, beantragte die SPD-Fraktion. Die Idee ist, auf der Motorhaube des Busses einen Aufkleber mit einem Slogan und dem Wappen der Gemeinde anzubringen. Diese soll, beginnend ab 2020, für die Dauer von fünf Jahren jeweils 1.000 Euro jährlich für die Werbefläche zahlen. Der Wirtschaftsausschuss folgte diesem Antrag einstimmig.

„Das wäre ein deutliches Zeichen nach außen hin, dass wir als Gemeinde hinter dem Bürgerbus stehen“, meinte Christine Kohnke-Löbert (Grüne). Sollte außer dem Wappen noch eine Beschriftung gewünscht sein, würde sie dafür einen kostenlosen Entwurf erstellen, bot sie an.

Auch Dagmar Hillmer (CDU) begrüßte den Bürgerbus. Sie schlug jedoch vor, lieber dessen Energiekosten zu bezuschussen, anstatt eine Werbefläche zu mieten. Die Gemeinde selbst sollte nicht als Werbeträger auftreten, so Hillmer. „Ich sehe das nicht als Werbung, sondern als Information für die Bürger“, erwiderte Hinrich Müller (SPD). Letztlich einigte sich das Gremium darauf, die Werbefläche ab 2020 zu mieten.

Biernats Fazit: „Wir sind optimistisch, zum Herbst starten zu können. Besonders freuen wir uns, dass wir über einen soliden, vorbereiteten Stamm an Fahrern verfügen.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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