Ausschuss berät am Montag über Förderprogramm des Landes

Suderburg: Neue Chance für Laufbahn-Sanierung

+
Die Tartanbahn im Suderburger Sportzentrum ist teilweise aufgerissen. Dort hatte die Samtgemeinde einen neuen Belag aufgeklebt, der aber nicht hielt. Möglicherweise könnte eine Sanierung mit Landesmitteln erfolgen.

Suderburg – Wie geht es mit dem Suderburger Sportzentrum weiter? Schon seit 2013 bemüht sich die Samtgemeindeverwaltung um die dringend notwendige Sanierung des mehr als 40 Jahre alten Sportzentrums.

Doch bereits zwei Mal hat es nicht geklappt, dafür Zuschüsse aus einem Bundesprogramm zu bekommen. Der Grund: Die beantragten Mittel der Kommunen überstiegen das Fördertopf-Volumen mehrfach (AZ berichtete). Doch nun gibt es eine weitere Chance: Das Land bietet ein neues Zuschussprogramm für die Sanierung von Sportstätten an.

Darüber diskutiert der Bauausschuss der Samtgemeinde am Montag, 26. August, ab 16 Uhr im Suderburger Rathaus. Dass im Sportzentrum dringender Handlungsbedarf besteht, ist auf den ersten Blick erkennbar. Ein Teilstück der inneren Laufbahn ist aufgerissen, der Unterboden kommt zum Vorschein. „Wir hatten auf der inneren Bahn einen neuen Tartanbelag aufgeklebt“, berichtet Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje. Das habe etwa 24 000 Euro gekostet. Doch der neue Belag hielt nicht richtig. Er löste sich an einigen Stellen ab, offene Dehnungsfugen kamen zum Vorschein. Daher wurde ein Teilbereich entfernt.

Für einen mangelfreien Aufbau der inneren Laufbahn müsste auch der Unterboden vollständig erneuert werden. „Das würde noch mal rund 50 000 Euro extra kosten“, schätzt Lilje. Um alle sechs Bahnen der 1976 gebauten Tartan-Anlage, einschließlich des Unterbaus, zu erneuern, müsste die Samtgemeinde sogar etwa 600 000 Euro aufwenden. Denn auch dort gibt es zahlreiche Risse.

Doch um Zuschussanträge für das Landesprogramm stellen zu können, muss die Samtgemeinde eine fertige Planung für die Laufbahn-Sanierung vorlegen, inklusive einer Kostenschätzung und -berechnung nach DIN-Norm, sagt Lilje. „Dafür wären mindestens zwei Planungsaufträge erforderlich: zum einen an einen Fachplaner, zum anderen an ein Baustofflabor.“ Das Ganze würde Kosten verursachen, ohne dass sicher sei, ob das Land überhaupt einen Zuschuss für die Sanierung der Anlage gewähre.

Hinzu kommt, dass die Samtgemeinde in ihrem Förderantrag den Nachweis über die Auslastung der Sportstätte erbringen muss. „Es bestehen berechtigte Zweifel, dass diese im Vergleich zu anderen Antragstellern ausreichend sein könnte“, sagt Lilje. Die aktuelle Auslastung sei der Verwaltung nicht bekannt. Das bisherige Ergebnis einer Bezuschussung könne „als ernüchternd und negativ zusammengefasst werden“, lautet Liljes Fazit.

Nun ist die Kommunalpolitik am Zug. Sie muss darüber entscheiden, wie hinsichtlich der Laufbahn weiter vorgegangen werden soll. Bei der Veranschlagung der Haushaltsmittel sollte davon ausgegangen werden, dass die Samtgemeinde zunächst sämtliche Investitionskosten selbst trage und etwaige Zuschüsse lediglich eine finanzielle Verbesserung darstellten, gibt Lilje zu bedenken.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare