Neue Erstsemestler der Ostfalia nehmen ihr Studium auf / Rund 330 starten ihre akademische Laufbahn

Suderburg begrüßt 1000. Studenten

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Suderburg. Den Weg ans Rednerpult darf gestern der Student Matthias Claaßen aus Gelsenkirchen antreten.

Doch folgt nicht etwa eine kleine Rede des Erstsemestlers im Studiengang Handel und Logistik, sondern er bekommt ein kleines Präsent von der Vizepräsidentin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, Professor Dr. Rosemarie Karger. „Sie sind der 1000. Student in Suderburg“, begründet sie den Auftritt des Gelsenkircheners.

Rund 330 Erstsemster lauschen den Ausführungen der Offiziellen. Knapp über 100 haben sich für den Studiengang „Bau-Wasser-Boden“ entschieden, rund 220 für „Handel und Soziale Arbeit“. Es herrscht eine entspannte und sehr persönliche Atmosphäre im Hörsaal, auch wenn Karger den Studenten in sechs Punkten durchaus klarmacht, dass das Studium nun Lebensmittelpunkt und Hauptberuf sei und es nicht immer leicht werde. „Aber nun genug von dem Gerede von Schweiß und Tränen. Wenn Sie es geschickt anstellen, kann die Studienzeit spannend und vielseitig sein“, beruhigt sie am Ende ihrer Ausführungen.

Suderburgs Bürgermeister Hans-Hermann Hoff und auch Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz loben den dörflichen Standort Suderburg und die Umgebung mit allen möglichen Angeboten. „Setzen Sie sich in den Zug und fahren Sie nach Lüneburg – aber kommen Sie wieder“, lautet die Bitte des grünen Bürgermeisters, der Suderburg nicht nur als politisch „bunte“ Gemeinde bezeichnet. Schulz weist nicht nur auf die Wohnsitzprämie hin, sondern gibt den Studenten einen Tipp: „Wenn Sie mal den Überblick verlieren, dann schnüren Sie Ihre Turnschuhe und laufen auf den Hösseringer Aussichtsturm.“ Studenten und Sport – das ist das Stichwort von Rolf-Helge Blum. Er macht den Erstsemestern den VfL Suderburg schmackhaft. Wertvolle Tipps für das studentische Leben gab es von Markus Moriße und dem Team der Asta: „Wir wollen Euch etwas anbieten, damit Ihr nicht jedes Wochenende nach Hause fahrt.“ Dieses Angebot unterbreitet auch Gunnar Scheel von der Burschenschaft Erika den Studenten.

Der 19-jährige Lukas Stubbe aus Jork beginnt in Suderburg mit dem Studienschwerpunkt „Soziale Arbeit“: „Mich interessiert die Arbeit mit Menschen“, lautet seine Begründung. Konkrete Vorstellungen hat bereits der 30-jährige Stephan Pech, der ursprünglich aus Stadorf stammt und inzwischen in Lüneburg wohnt. Auch er hat sich für den Studiengang „Soziale Arbeit“ entschieden: „Mich interessiert das Thema ‘Sucht’ sehr stark und ich möchte später mal in diesem Bereich arbeiten.“ Für Suderburg hat er sich allerdings nur deshalb entschieden, weil das Fach in Lüneburg nicht angeboten werde.

Die räumliche Nähe zu seinem Wohnort war für den 24-jährigen Bengt Weiberg aus Celle ausschlaggebend. „Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder, deshalb wollte ich einen kurzen Weg haben.“ Für den Schwerpunkt „Soziale Arbeit“ hat er sich entschieden, weil er bereits einige Praktika in sozialen Einrichtungen absolviert hat. Maria Schmahl profitiert ebenfalls von der Nähe zu ihrem Heimatort und würde sich selbst auch weniger als „Großstadttyp“ bezeichnen. Soziale Arbeit an der Ostfalia-Universität in Suderburg zu studieren, sei für sie daher naheliegend gewesen, so die 23-Jährige. „Mit dem Studiengang „Wasser- und Bodenmanagement“ trifft die Ostfalia genau meine Berufswünsche“, erklärt Joachim Lau und ergänzt, dass es sich um einen kleinen Studiengang handele – die Betreuung dementsprechend gut sei. Ins Bauingenieurswesen möchte der 21 Jahre alte Marcel Löper einsteigen. In Hamburg abgelehnt, habe ihn dann die überschaubare Größe sowie die Modernität der Ostfalia überzeugt.

Von Jörn Nolting und Anna Petersen

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