Infotag bietet Schülern Einblicke

Studienangebote der Suderburger Ostfalia: Vom Mini-Roboter bis zur Datenbrille

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Praktische Einblicke in die Arbeit von Logistikfachkräften bot diese Anlage. Mithilfe von Bauteilen in Fischer-Technik wurde die Steuerung prozessorientierter Abläufe am Beispiel der Schokoladenproduktion simuliert.

Suderburg – Am Anfang steht die Frage: Schokolade oder Müsli? Spontan entscheiden sich die Besucher für Ersteres. Danach geht es ins Detail: Welche Sorte? Die Wahl fällt auf Nuss-, Vollmilch- und Zartbitterschokolade – dann kann die Produktion beginnen.

Doch auf die Gäste beim Hochschulinformationstag in der Suderburger Ostfalia warteten gestern keine Süßigkeiten, sondern Bauteile in Fischer-Technik. Im Logistiklabor wird die Steuerung prozessorientierter Produktionsabläufe am Beispiel von Schokolade simuliert.

Unter dem Motto „Studium unter der Lupe“ nutzten etwa 100 Schüler aus verschiedenen Lehranstalten die Gelegenheit, sich über die Angebote der Ostfalia zu informieren. Sie konnten an Vorlesungen der Bereiche Angewandte Informatik, Bauingenieurwesen sowie Wasser- und Bodenmanagement teilnehmen. Außerdem wurde speziell für die Besucher die Schnuppervorlesung „Wasserbau und Küstenschutzprojekte“ angeboten.

Ostfalia-Dozentin Regina Müller-Wagner (links) erläuterte Melanie Paschen, Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur Soltau, das Modell eines Hochregallagers.

Dazu gab es offene Sprechstunden mit Dozenten und Gespräche zwischen Studenten und Studieninteressierten. Campusführungen und eine per App gesteuerte Rallye – eine digitale Schnitzeljagd über das Gelände – rundeten das Programm ab.

Vor dem Haupteingang der Hochschule stand der Wissenschaftstruck der Ostfalia. Darin konnte ein echter Rennwagen bestaunt werden: der „WR 12“ des „wob-racing“- Teams, einer studentischen Arbeitsgruppe am Ostfalia-Standort Wolfsburg. Der 190 kg schwere Rennbolide wird von einem Elektromotor angetrieben, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Kilometern pro Stunde und startet bei Rennen in ganz Deutschland.

Gleich daneben im Truck war ein kleiner Roboter zu sehen, der vom Informatik-Team „WF Wolves“ der Wolfenbütteler Ostfalia programmiert worden war. Per Fernsteuerung konnte der etwa 20 Zentimeter große Roboter über ein Mini-Fußballfeld bewegt werden. Das Ziel war, einen Tennisball ins Tor zu schießen. „Der fällt gerne mal um“, sagte Stefanie Henning, wissenschaftliche Hilfskraft der Ostfalia, und fügte schmunzelnd hinzu: „Das mit dem Gleichgewicht haben die noch nicht so raus.“

Eine technische Neuerung erlebten die Schüler im Logistiklabor der Ostfalia. Dort demonstrierte Dozentin Regina Müller-Wagner das Kommissionieren von Waren mithilfe einer digital vernetzten Datenbrille. Auch das Modell eines Hochregallagers stieß bei den Besuchern auf Interesse. Marianne Hamama führte die Schüler anschließend in verschiedene Labore der Hochschule, zum Beispiel in die Bereiche Beton, Bodenmechanik sowie Erd- und Straßenbau.

Die Resonanz der Schüler auf den Infotag fiel positiv aus. „Mir gefällt es hier sehr gut, es gibt spannende Vorführungen“, sagte Carsten Gödeke, der eine Ausbildung zum Gärtner in Bienenbüttel absolviert. „Am meisten interessiert mich der Bereich Boden- und Wassermanagement.“ Auch Annika Kirschbaum, die die BBS I in Uelzen besucht, lobte den Infotag: „Es ist interessant, die Hochschule mal kennenzulernen.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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