Stichwahl um das Amt des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters

Marwede vor Kleuker – Suderburg hat einen neuen Samtgemeindebürgermeister

Wolf-Dietrich Marwede (li.) aus Suderburg erhielt im ersten Wahlgang 35,7 Prozent. Stefan Kleuker (re.) aus Gerdau kam seinerzeit auf 30,2 Prozent der Stimmen.
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Wolf-Dietrich Marwede (li.) aus Suderburg erhielt im ersten Wahlgang 35,7 Prozent. Stefan Kleuker (re.) aus Gerdau kam seinerzeit auf 30,2 Prozent der Stimmen.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Stichwahl um das Amt des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters:

(Update vom 26. September, 19.51 Uhr): Wolf-Dietrich Marwede entscheidet mit 67,3 Prozent der Stimmen die Wahl für sich – und wird neuer Samtgemeindebürgermeister in Suderburg.

(Erstmeldung): 207 Stimmen Unterschied: Der erste Wahlgang um das Amt des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters am 12. September war ein enges Rennen. Wolf-Dietrich Marwede (unabhängig) erhielt 1354 Stimmen, das entspricht 35,7 Prozent. Auf Platz zwei landete Stefan Kleuker (CDU) mit 1147 Stimmen oder 30,2 Prozent. Am morgigen Sonntag stehen sich die beiden Bewerber für das höchste Amt in der Suderburger Verwaltung in der Stichwahl gegenüber. Die Wahllokale sind – zeitgleich mit der Bundestagswahl – von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Suderburg – Bei den öffentlichen Diskussionsrunden im Vorfeld der Bürgermeisterwahl hatten Marwede und Kleuker mit ihrer Verwaltungserfahrung gepunktet. Der 50-jährige Marwede, der in Suderburg wohnt, ist im Rathaus der Gemeinde Wietzendorf (Heidekreis) für die Bereiche Bauverwaltung, Bauhof, Wasserwerk, Klärwerk und Straßenbau zuständig. Der 54 Jahre alte Kleuker, seit 2015 Bürgermeister der Gemeinde Gerdau, arbeitet bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, genauer gesagt im Geschäftsbereich Förderung der Bewilligungsstelle Uelzen. Dort ist er stellvertretender Leiter des Sachgebiets Direktzahlungen.

Marwede hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Menschen vor Ort kreative Ideen zu entwickeln, um die Samtgemeinde voranzubringen. „Konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist für das Amt unentbehrlich, um gemeinsam die gesteckten Ziele zu erreichen“, betont der parteilose Kandidat.

Auch Kleuker setzt sich für einen stärkeren Zusammenhalt ein. Dabei hat er unter anderem das nicht immer konfliktfreie Verhältnis zwischen den Mitgliedsgemeinden Eimke, Gerdau und Suderburg im Auge. „Wir müssen wieder mehr miteinander reden“, fordert der CDU-Politiker. Deshalb will er als Rathaus-Chef die Gesprächsrunden der Bürgermeister wieder aufleben lassen.

Einig sind sich Marwede und Kleuker, dass es in Suderburg keine Einheitsgemeinde geben soll. Stattdessen machen sich beide für den Fortbestand von eigenständigen Gemeinden stark. Unterschiede zeigen sich bei der Frage, ob in der Samtgemeinde weitere Baugebiete ausgewiesen werden sollen. Das sieht Marwede kritisch, denn das führe dazu, dass immer mehr Ackerflächen versiegelt würden. Stattdessen schlägt er vor, bestehende Baulücken zu füllen oder alte Gebäude zu reaktivieren. Dagegen plädiert Kleuker dafür, neue Baugebiete „mit Augenmaß“ zu schaffen, um speziell jungen Familien die Möglichkeit zu bieten, sich anzusiedeln.

Zwei Fragen stellen sich vor der morgigen Stichwahl: Wohin werden die Stimmen der Wähler wandern, die am 12. September für die drei anderen Bürgermeisterkandidaten Benjamin Gießel (SPD, 16,8 Prozent), Dierk Pellnath (unabhängig, 9,9 Prozent) und Günther Winkelmann (WSL, 7,3 Prozent) votiert hatten? Und wird es wie in der ersten Wahlrunde wieder eine Zweiteilung der Stimmen geben, bei der Kleuker in der Gemeinde Gerdau gewinnt, Marwede aber in der Gemeinde Suderburg die Nase vorn hat? Die aktuellen Ergebnisse werden in der Wahlnacht auf der Homepage der Samtgemeinde unter www.suderburg.de veröffentlicht.

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