Wohnheime in Suderburg und Uelzen fast besetzt

Wo sollen die Studenten hin?

Wohnungssuche ist zum Semesterbeginn wieder in Suderburg angesagt: Das Studentenwohnheim „An den Twieten“ ist bereits voll, im Carpe Diem und in Uelzen sind noch Zimmer frei. Foto: dpa

Suderburg/Uelzen. „Die meisten Zimmer vermieten wir schon, bevor sie fertiggestellt sind“, berichtet Ann-Kathrin Seelig von der Gesellschaft für Wohnungsbau des Landkreises Uelzen (gwk). Die Rede ist von Studentenwohnungen.

Wie das Suderburger Hotel Carpe Diem investiert die gwk gerade verstärkt in kleine und preisgünstige Unterkünfte für junge Leute. Denn Mitte September beginnt das neue Wintersemester an dem Suderburger Campus der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Mehr als 200 Männer und Frauen werden erwartet – bereits im vergangenen Jahr konnte die Gemeinde Suderburg den Ansturm Wohnungssuchender kaum stemmen. Die Betten des Studentenwohnheims sind belegt und auch bei Privatleuten können nur noch wenige Studenten unterkommen.

In den vergangenen Monaten hat die gwk 24 Zimmer für Studierende in acht Drei-Zimmer-Wohnungen hergerichtet, weitere sind in Kürze geplant. Die Unterkünfte werden für die Studierenden komplett hergerichtet – vom Anstrich bis zur Einbauküche. „Die Gemeinschaftsbereiche der Wohnungen also Küche, Bad und Essbereich, sind komplett eingerichtet. Auch Lampen und eine Waschmaschine sind bei der Übergabe bereits fertig angeschlossen und funktionsbereit“, erklärt Seelig. „Die Studenten müssen nur noch ihre Zimmer einrichten“, erklärt Seelig. „Die Studenten müssen echt nur ihre Zimmer einrichten.“ Die Elektrik wurde entsprechend verlegt, in jedem der 10 bis 20 Quadratmeter großen Zimmer gibt es Kabel- und Telefonanschlüsse.

Die Drei-Zimmer-Wohnungen, die alle als Wohngemeinschaften (WG) genutzt werden können und auch sollen, werden über das Internet und über den AstA (Allgemeiner Studentenausschuss) vermittelt. „Es ist sehr wichtig, dass wir uns auf die Studierenden und ihre Bedürfnisse einstellen. Der Campus kann viele positive Auswirkungen auf unsere Region haben“, sagt Seelig. Damit sie und ihr Team vom Immobilienmanagement die Bedürfnisse der Studenten noch besser einschätzen können, kooperiert die gwk noch an anderer Stelle mit der Hochschule. Zusammen mit dem AstA läuft momentan eine Umfrage zu den Wohngewohnheiten der jungen Leute. Hier geht es darum herauszufinden, wie wichtig den jungen Leuten beispielsweise Faktoren wie Nähe zum Studienort, öffentliche Verkehrsmittel und Sportanlagen im Umfeld sind. Seelig: „Die Wohnungen, die wir fertig gemacht haben, sind alle in Uelzen. In Suderburg sind wir noch nicht präsent. Ich denke aber auch, dass es viele Studenten nicht stört, zwischen Uelzen und Suderburg zu pendeln.“

Ein-Zimmer-Appartements hat die gwk nicht im Angebot – hier werden Studierende aber in Suderburg fündig. Im umgebauten Hotel Carpe Diem hat Inhaber Michael Luther 34 Zimmer für die jungen Leute geschaffen. Zwölf Mietverträge sind bereits unterschrieben. „Ich denke, zum Semesteranfang werden alle Zimmer besetzt sein“, sagt Thomas Nohns, der als Hausmeister für das Studentenwerk Niedersachsen die Wohnsituation in Suderburg im Blick hat. Sowohl das Studentenwohnheim „In den Twieten“ als auch die Studentenwohnungen im Carpe Diem werden nämlich über das Studentenwerk Ost-Niedersachsen vermietet.

Wie in den vergangenen Semestern sind allerdings fast alle der 114 Wohnungen im Studentenwohnheim bereits vergeben. Bewerbungen werden von dem Studentenwerk aber weiterhin angenommen – denn Warteschlangen bestehen auch zu diesem Semester wieder.

Von Wiebke Brütt

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