Bahnsen: Unbekannte Täter verletzen mit Luftdruckgewehr neunjähriges Tier

Schuss auf Katze Lilly

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Das Bein von Lilly ist gelähmt: Die Katze von Ilona Schulenburg aus Bahnsen humpelt, weil sie von einem unbekannten Täter angeschossen wurde.

Bahnsen. Die Ratsfrau Ilona Schulenburg aus Bahnsen ist sauer. Doch sie ärgert sich nicht etwa über irgendwelche politischen Entscheidungen, sondern über jemanden, den sie namentlich gar nicht kennt.

„Unsere Katze Lilly wurde von einem Unbekannten mit einem Luftdruckgewehr angeschossen“, schildert die Bahnserin.

Anfang des Monats hatte sie ihre neunjährige Lilly wie üblich aus dem Haus gelassen. Humpelnd kam sie wieder zurück. „Ich dachte, die hätte sich ein Bein gebrochen“, schildert Ilona Schulenburg. Also fuhr sie gleich am nächsten Tag zur Tierärztin. Die Katze wurde geröngt. Schnell stellte sich heraus, dass die Knochen in Ordnung sind. Doch das Bein war gelähmt. Den Grund fand die Ärztin auf dem Röntgenbild: die Kugel eines Luftdruckgewehrs. Doch so wie es aussah, hatte das Tier die Kugel schon länger in ihrem Körper. Die Kugel wandert, erklärte ihr die Ärztin. So kam es zu den Schmerzen am Rücken von Lilly. „Sie hatte schon länger Probleme mit dem Rücken“, blickt die Bahnserin zurück. Auch die Augen der Katze waren ständig trüb und entzündet. „Die Ärztin ging davon aus, dass es sich um eine Bleivergiftung handelt“, schildert Ilona Schulenburg. Schließlich waren auch die Nierenwerte erhöht.

Und: „Seitdem die Kugel nun raus ist, sind die Augen besser geworden und haben sich erholt.“ Salben sind nicht mehr nötig. Ilona Schulenburg geht davon aus, dass der Schuss auf die Katze bereits im vergangenen Jahr gefallen ist. Die Wunde war schon lange vernarbt. „Im Dorf wurde schon mal eine Katze angeschossen“, erinnert sie sich. Im Gegensatz zu Lilly hatte sie aber weniger Glück. Die Kugel saß zu dicht am Herz, das Tier konnte nicht mehr gerettet werden. Die Sorge um die Katze hat der Bahnserin so manche Träne gekostet – und auch so manchen Euro. „Lilly ist uns ans Herz gewachsen – wir haben zwei Tage gezittert.“ Inzwischen läuft das Tier größtenteils schon wieder auf allen vier Beinen. Was Ilona Schulenburg auch zu denken gibt: Lilly verlässt den Hof nicht.

Die Ratsfrau gab den Fall weiter an die Suderburger Polizei. Nun hofft sie, dass so etwas nie wieder passiert.

Von Jörn Nolting

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