Sperrung: B 4 bei Suderburger Kreisel wird Einbahnstraße

Schon wieder eine Baustelle

Die Bundesstraße 4 ist auf der Strecke von Suderburg nach Holdenstedt einspurig gesperrt, damit die Fahrbahndecke erneuert werden kann. Kosten: 650 000 Euro. Foto: Ph. Schulze

Suderburg. Kaum ist der Radweg von Suderburg zur Bundesstraße 4 fertig, da erhalten die Einwohner von Suderburg ihre nächste Baustelle: Die Fahrbahndecke der Bundesstraße wird erneuert und deshalb wird die Straße drei Wochen lang in Richtung Uelzen gesperrt sein.

Wer allerdings von Suderburg nach Uelzen fahren will, der muss den Umweg über Behren und Bad Bodenteich in Kauf nehmen.

„Es gibt leider keine Alternative für die Umleitung“, bedauert Suderburgs Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz. Er hätte sich eine Ampellösung gewünscht. Doch die kam für die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nicht in Frage. Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter Lüneburg, erklärt, weshalb: „So wie wir es jetzt machen, hat es sich in den vergangenen Jahren als vorteilhaft erwiesen, weil sonst zeitliche Konsequenzen auftreten.“ Die Bauzeit wäre mit einer Ampellösung erheblich länger und es entstünden Schnittstellen zwischen den einzelnen Abschnitten, die übrigens wesentlich kürzer sein müssten.

Nötig sind die Bauarbeiten auf der B 4, weil sich laut Möller der Straßenzustand verschlechtert hat und deshalb die Decke neu aufgetragen werden muss.

Wäre vielleicht alles nicht so schlimm, wenn die Suderburger nicht eh schon mit Baustellen arg gebeutelt waren. So ist die Baustelle auf der Ortsdurchfahrt in einem Stadium, das es für die Einwohner des Ortskerns unmöglich macht, auf die B 4 zu gelangen. Nur die Bewohner der Wolfskuhle kommen durch. Doch dafür kommen sie nicht mit dem Auto in den Ort. Zum Tanken müssen sie dann nach Uelzen oder Breitenhees. „Da hört für viele das Verständnis auf“, weiß Schulz, der bereits zahlreiche Beschwerdeanrufe entgegennehmen musste. Natürlich benutzt der ein oder andere Ortskundige Wege, die offiziell nicht als Umleitung ausgeschrieben sind. Doch dort fährt jeder auf eigene Verantwortung. Andere wiederum parken ihr Auto um, denn mit dem Rad oder zu Fuß kommen die Anwohner der Wolfskuhle durch die Baustelle hindurch.

Die weitere Großbaustelle in der Samtgemeinde befindet sich in Hösseringen. „Der Platz vor dem Gasthaus Graef ist endlich fertig und nicht mehr gesperrt“, weiß Schulz. Wer zum Landtagsplatz oder zum Museumsdorf will, der muss nicht mehr durch halb Hösseringen fahren. Die Umleitung durch den Wald allerdings besteht weiterhin.

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