Seeweg bleibt im Dunkeln

Sanierungspläne für Hardausee müssen abgespeckt werden

Die Sanierung des Hardausees wird es zunächst in abgespeckter Form geben. Der Umbau des Kiosks gehört weiterhin zu den Plänen.
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Die Sanierung des Hardausees wird es zunächst in abgespeckter Form geben. Der Umbau des Kiosks gehört weiterhin zu den Plänen.

Suderburg – Die Sanierung und touristische Aufwertung des Hardausees wird vorerst nur in abgespeckter Form realisiert, das hat der Suderburger Samtgemeindeausschuss jetzt entschieden.

Verzichtet wird auf die Betonspurbahn vom Parkplatz zum Kiosk sowie auf die Beleuchtung des Weges. Kioskumbau und Sanierung der Spundwand werden aber wie geplant erfolgen.

„Der Grund sind die Kosten, die wären uns sonst weggelaufen“, erklärt Bauamtsleiter Rüdiger Lilje auf AZ-Nachfrage. Zum einen seien die Preise auch durch Corona noch einmal in die Höhe gegangen und zum anderen sei auch die Einnahmesituation der Samtgemeinde merklich schlechter. So rechne die Suderburger Verwaltung mit deutlich geringeren Schlüsselzuweisungen vom Land, da auch dort die Steuereinnahmen deutlich geringer ausfallen werden.

„Wir können bei allen Unwägbarkeiten nicht riskieren, dass der Haushalt wieder in eine Schieflage gerät, nachdem wir diesen gerade erst über die vergangenen Jahre in Ordnung gebracht haben“, sagt Lilje. Daher sei es wichtig gewesen, das Projekt Hardausee noch einmal zu betrachten und nach Sparpotenzial zu suchen. „Die anderen Maßnahmen sind daher zunächst verschoben, aber nicht abgesagt“, sagt Lilje. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden. Jetzt verzichte man auch darauf, da nicht sicher sei, wann überhaupt wieder größere Veranstaltungen am See stattfinden können.

Der Zeitplan sieht jetzt zunächst vor, dass die Bauanträge für den Um- und Ausbau des Kiosks sowie die Sanierung der Spundwand eingereicht werden. Die Arbeiten werden laut Lilje vermutlich verteilt über das Jahr 2021 stattfinden. Dabei könnte es auch sein, dass Teile in die Haupturlaubszeit fallen, was, wenn möglich, aber vermieden werden soll. Parallel werden zurzeit die Fördergeldgeber über die geänderten Pläne informiert. Diese haben laut Lilje in Vorgesprächen ihre Zustimmung signalisiert.

Baulich ändert sich nur eine Kleinigkeit an den bisherigen Plänen. „Dort ändern wir nur Nuancen“, erklärt Lilje. So ist die Anordnung der Toiletten und der Eingänge beim Kiosk noch einmal überarbeitet worden. So soll niemand mehr am rückwärtigen Teil des Gebäudes entlang gehen müssen, um auf die Toilette zu gelangen. Ansonsten sehen die Pläne für den Kiosk zum Beispiel die Schaffung eines Wintergartens im vorderen Bereich des Gebäudes vor. Die marode Holzpundwand soll durch eine Winkelstütze aus Beton ersetzt werden. VON LARS LOHMANN

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