Sanierung kann jetzt beginnen

Der Schulstandort ist gesichert, nun kann die Sanierung der Gerdauer Grundschule beginnen, weil die Bürgerinitiative nicht vor das Verwaltungsgericht zieht, umdie Entscheidung der Politik anzufechten.

Gerdau - Von Jörn Nolting. 505 000 Euro stellt die Samtgemeinde Suderburg im Haushalt für die Sanierung der Grundschule Gerdau zur Verfügung. Mit den Ausschreibungen kann nun auch begonnen werden, da die Bürgerinitiative (BI) die Entscheidung der Politik akzeptiert und nicht vor das Verwaltungsgericht zieht und einen Bürgerentscheid fordert. „Wir haben uns für diese Entscheidung bedankt, sonst hätten wir jetzt nicht beginnen können“, sagte Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz während der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates.

Die BI hingegen zog nach ihrer Entscheidung eine kleine Bilanz: Das Ziel – die verbindliche Zusage der Schulerhaltung – betrachten sie als erreicht. „Wir akzeptieren zwar die Entscheidung der Mehrheitsgruppe im Samtgemeinderat, den Altbau der Gerdauer Grundschule zu sanieren, jedoch heißen wir diese Entscheidung nicht gut und haben auch kein Verständnis dafür“, so die Meinung des Organisationsteams der BI, zu dem Astrid Grelle, Silke Hilmer, Jessica Ledebur, Claudia Oetzmann-Franke, Iris Schröder, Sarah Schulz und Uta Schulze gehören.

Vertreter der Kommunalaufsicht beim Landkreis Uelzen und die Juristen beim Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund haben gegenüber der BI geäußert, dass mit der Sanierung des Altbaus das Bürgerbegehren mit knapp 1200 Unterschriften vermutlich nicht erfüllt ist. „Dennoch haben wir uns entschieden, keine weiteren Schritte gegen die getroffene Entscheidung einzuleiten, weil wir nicht die Sanierung und den Fortbestand der Schule insgesamt aufs Spiel setzen wollen“, ist sich das Organisationsteam einig. Ein Bürgerentscheid bleibt den Einwohnern der Samtgemeinde Suderburg somit erspart. Dieses hätte vermutlich zur Folge gehabt, dass sich die gesamte Sanierung auf unbestimmte Zeit verzögert oder sogar ganz scheitert, weil wichtige Fristen bezüglich der Förderung verstreichen.

Die Bürgerinitiative will nicht die Sanierung der Schule insgesamt gefährden, sondern handelt frei nach dem Motto „Der Klügere gibt nach“.

Eine Bitte richtet die BI an die politischen Vertreter und insbesondere an die Mehrheitsgruppe bestehend aus SPD, Grünen und WSL: Sie mögen doch in Zukunft ihre Entscheidungen stärker auf Grundlage sachlicher Argumente zum Wohle der Bürger ihrer Kommune ausrichten und fällen.

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