„Samtgemeinde wurde entzweit“

Geht es nach der Gruppe bestehend aus SPD, WSL und Grünen in der Samtgemeinde Suderburg, dann wird der Altbau der Gerdauer Grundschule saniert. Doch von dem Konzept sind nicht alle überzeugt.

Gerdau - Von Jörn Nolting. Das Konzept für die veränderte energetische Sanierung der Grundschule Gerdau steht am morgigen Mittwoch auf der Tagesordnung des Suderburger Samtgemeinderates um 19 Uhr im Hotel Wacholderheide in Eimke – vielleicht zum letzten Mal. Denn einigen sich die Ratsmitglieder auf das von der aus SPD, WSL und Grünen bestehenden Gruppe vorgeschlagene Konzept, dann wird der eingeschossige Altbau mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket saniert.

In einer Presseerklärung erläuterten die Mitglieder der Gruppe ihre Beweggründe, weshalb sie den eingeschossigen Altbau und nicht den zweigeschossigen Neubau sanieren wollen. Die Erklärung zog einige Reaktionen nach sich. Helmut Vollmer, Mitglied des Gemeinderates Gerdau, der auf Gemeindeebene die Gruppe verließ (die AZ berichtete), spricht davon, dass sich die Gruppe in der Veröffentlichung „selbst beweihräuchert“. „Wie verbohrt und weltfremd muss man sein um nicht zu begreifen, dass hier nicht der Wille des Bürgers umgesetzt wird, sondern dass die Riege der ewig ‚Nichtregierenden‘ hier mal zeigen will, wo es lang geht“, sagt Vollmer.

Er beklagt sich darüber, dass weder der Gemeinderat Gerdau, noch die Kirche und auch nicht die Bürgerinitiative einbezogen wurde. „Welche Geisteshaltung ist das und wie fahrlässig gehen die Regierenden mit dieser Schule und damit Gebäudewerten um?“, fragt der Grüne. Mitterweile gibt es einen Gesprächskreis bestehend aus Vertretern des Gemeinderates Gerdau, den Mitarbeiterinnen des Gerdauer Kindergartens, der Kirchengemeinde und des Samtgemeindebürgermeisters Friedhelm Schulz. Hier wird versucht, Gedanken und Modelle zur Nutzung der gesamten Schule zu entwickeln. Zur nächsten Gesprächsrunde sollen dann, auf Einladung des Rathauschefs, alle Beteiligten an einem Tisch sitzen und sich gemeinsam dieser Aufgabe stellen. Auch die Bürgerinitiative (BI) ist mit dabei. Deren Vertreterin Uta Schulze reagierte ebenfalls wenig begeistert auf das Schreiben der Gruppe: „Dass wir CDU-gesteuert sein sollen, ist ein haltloser Vorwurf.“ Den Gesprächsfaden zwischen Gruppe und BI hält sie für gestört. „Durch die Art und Weise der ganzen Diskussion wurde die Samtgemeinde entzweit“, so die Meinung von Uta Schulze.

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