Samtgemeinde Suderburg will Schülerbeförderung nicht an Landkreis abgeben

Busplanung vor Ort

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Warten auf den Schulbus: Die Samtgemeinde Suderburg will möglichst die Beförderung ihrer Schüler weiterhin selbst organisieren und nicht an den Landkreis abgeben.

Suderburg. Der Landkreis Uelzen will ab 1. Januar 2014 die Beförderung der Schüler in der Samtgemeinde Suderburg übernehmen. Doch: Der Samtgemeinde Suderburg ist diese Lösung gar nicht recht.

Gestern formulierte Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz ein Schreiben an den Landrat, in dem er darum bittet, die Bus-Beförderung der Schüler bei der Samtgemeinde zu belassen.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen für die Schulen kam das Thema Schülerbeförderung beim Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales auf den Tisch. Doch anstatt dass die Samtgemeinde aus finanzieller Sicht profitiert, muss sie am Ende draufzahlen. „Wir haben mit Mühe und Not 42 000 Euro zusammengekratzt, um in den Genuss der Entschuldungshilfe des Landes Niedersachsen zu gelangen“, sagt Schulz.

Doch durch die Abgabe der Schülerbeförderung an den Landkreis fällt der Personalaufwand für den bisherigen Busfahrer in Höhe von 50 000 Euro an die Samtgemeinde zurück. „Bisher ist es so, dass der Landkreis zwar die Schülerbeförderung bezahlt, aber die Organisation übernimmt die Samtgemeinde“, schildert Schulz und hofft, dass man sich mit dem Landkreis einigen kann, dass es auch so bleibt.

Das bisherige System sei aus Sicht des Samtgemeindebürgermeisters „sehr flexibel“. Dies wird besonders bei den Fahrten zum Schwimmunterricht deutlich. Ein Thema, über dass die Mitglieder des Ausschusses beratschlagen mussten. Denn übernimmt der Landkreis ab 2014 die Schülerbeförderung, dann gilt sie nur für die Strecken zur Schule und nach Hause – nicht für die innerschulischen Fahrten.

Da nun die Samtgemeinde kein eigenes Schwimmbad hat, müssen die Schüler aus Suderburg nach Stadensen oder Unterlüß und die Kinder aus Gerdau nach Ebstorf gebracht werden. „Schwimmen gehört zum Lehrplan“, betonten dann auch die beiden Schulleiterinnen der Grundschulen Suderburg, Dörte Gröfke-Güthling, und Gerdau, Carola Albrecht. Ein Grund mehr für Wilhelm Schröder (CDU), den Schülertransport bei der Samtgemeinde zu belassen: „Es wäre eine erhebliche Schlechterstellung, wenn der Landkreis uns das wegnimmt.“ Dierk Pellnath (WSL) geht sogar noch einen Schritt weiter: „Der Landkreis ist moralisch verpflichtet. Es ist doch auch für den Landkreis günstiger – eine Win-Win-Situation.“

Doch sollte der Landkreis nicht bereit sein, die Schülerbeförderung bei der Samtgemeinde zu belassen, muss der Schwimmunterricht gewährleistet sein. Deshalb wurden kurzerhand 9000 Euro im Haushalt verankert, um die Fahrten in die Bäder zu gewährleisten. „Schwimmunterricht ist Pflicht, Schülertransport ist Wunsch“, brachte es der Ausschussvorsitzende Stefan Kleuker auf den Punkt.

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