Feuerwehr aus Rödelheim bei Frankfurt wird nach Besuch in Niendorf II spontan zum Lebensretter

Rettung im Vorbeifahren

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Auf dem Dach gelandet und sofort gerettet: Ein Ehepaar aus Wolfsburg überschlug sich auf der Bundesstraße 4 bei Breitenhees und wurde von der Feuerwehr Rödelheim gerettet, die auf dem Rückweg aus Niendorf II war.

Breitenhees. Glück im Unglück hatte ein älteres Ehepaar am Sonntag Nachmittag, als es sich mit ihrem Kleinwagen auf der Bundesstraße 4 bei Breitenhees überschlug.

Denn: Nur wenige Augenblicke später trafen zwei Mannschaftswagen der Feuerwehr Frankfurt, besetzt mit den Mitgliedern der Feuerwehr Rödelheim, an der Unfallstelle ein. Die zehn Feuerwehrleute waren auf der Rückfahrt von einem Freundschaftsbesuch bei ihrer Partnerwehr in Niendorf II.

„Der Unfall muss kurz vorher passiert sein“, erinnert sich Markus Frömmel, Wehrführer und Vereinsvorsitzender. Sofort wurde mit den beiden Fahrzeugen der hessischen Feuerwehr eine beidseitige Vollsperrung der B 4 eingeleitet, um die Unfallstelle abzusichern. „Der Verkehr hat sich bis Breitenhees gestaut“, schildert Frömmel. Der Fahrer ist auf gerader Strecke nach links von der Fahrbahn abgekommen, mit dem Fahrzeug gegen einen Baum geprallt und kam auf dem Dach zum Stillstand. Parallel zur Straßensperrung retteten die Feuerwehrleute die schwerverletze 76-jährige Beifahrerin und den leichtverletzten 74-jährigen Fahrer, beide aus Wolfsburg, mit der Hilfe von einigen Motorradfahrern aus Hamburg, die ebenfalls zufällig an der Unfallstelle waren. „Das Fahrzeug war sehr deformiert“, beschreibt Frömmel. Mit zwei Feuerlöschern konnte der Brand im Motorraum des Unfallfahrzeugs unter Kontrolle gebracht werden. Glücklicherweise befand sich unter den Mitgliedern der Feuerwehr Rödelheim eine Notärztin, die umgehend die Erstversorgung einleitete, so konnte die Notrufleitstelle Uelzen eine umfassende Lagemeldung über den Unfall und die Art der Verletzungen erhalten, sodass diese ohne Zeitverzögerung den Rettungshubschrauber Christoph 19 alarmieren konnte. Da sich der Unfall in einem Waldstück befand und dort der Rettungshubschrauber nicht landen konnte, wurde ein mehrere Kilometer entfernter Landeplatz ausgewählt, von wo aus die Crew von einem Rödelheimer Feuerwehrmann abgeholt und zum Einsatzort gebracht wurde.

Nachdem die Patienten auf dem Weg ins Krankenhaus waren, wurde die Einsatzstelle der nun auch anwesenden Polizei übergeben und die Rödelheimer Feuerwehr setzte ihre Heimreise fort. Der reine Sachschaden beträgt rund 15 000 Euro.

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