Hochschul-Entwicklungsvertrag: Ostfalia in Suderburg rechnet mit gleichem Budget wie bisher

Statt Studenten zahlt das Land

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Keine 500 Euro mehr pro Semester: Die Studierenden der Ostfalia Hochschule in Suderburg müssen ab Wintersemester 2014/15 keine Studiengebühren mehr bezahlen.

Suderburg. 1183 Studierende besuchen zur Zeit die Ostfalia Hochschule in Suderburg. Tendenz: steigend. Was vor allem den Studenten Freude bereiten wird, ist der Hochschul-Entwicklungsvertrag des Landes Niedersachsen.

Der Grund: Die Studierenden müssen ab dem Wintersemester 2014/15 keine Studiengebühren mehr bezahlen.

Die neue SPD-Landesregierung löst mit dem Hochschul-Entwicklungsvertrag ihre Zusage ein, dass die Kompensation der Studienbeiträge nicht im Gegenzug zu einer Reduzierung der Hochschulhaushalte führt. Niedersachsen fördert mit dem Hochschulentwicklungsvertrag die Verwirklichung von Chancengleichheit und sichert zugleich die Qualität des Studiums, der Lehre und der Forschung.

„Wieviel Geld für den Standort Suderburg rauskommt, hängt ab von der Zahl der Studierenden“, schildert Werner Nording, Pressesprecher des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Die Summe der Gebühren werde komplett ersetzt. „Wir wollen damit auch den Anreiz schaffen, die Zahl der Studierenden zu steigern“, sagt der Pressesprecher. Der Vertrag gibt den Hochschulen insgesamt Planungssicherheit durch die Fortschreibung der Finanzierung auf dem gegenwärtigen Niveau bis 2018.

Der Suderburger Dekan, Professor Dr. Albrecht Meißner, rechnet damit, dass die finanziellen Mittel des Landes die Studiengebühren eins zu eins ersetzen werden. „Wir hatten Studenten, die von den Studiengebühren befreit waren“, schildert der Dekan. Dieses ganze Prozedere werde es nicht mehr geben. Bisher musste jeder Studierende 500 Euro pro Semester bezahlen.

Der Einzug der Studiengebühren lief bisher über Wolfenbüttel. Die Studenten konnten sich ohne die 500 Euro nicht zum neuen Semester zurückmelden. Wie das künftige Prozedere aussehen wird, weiß Meißner allerdings noch nicht. „Das muss sich einspielen“, sagt der Suderburger Dekan und rechnet damit, dass das Ministerium einen Bericht der Hochschule erwartet, wie das Geld ausgegeben wird.

Einige Pläne gibt es am Standort Suderburg bereits, doch für den Umbau der Bibliothek oder neue Seminarräume fehlt laut Meißner im Moment das Geld. Priorität habe die Sanierung der Lüftungsanlage im Chemielabor, denn die entspricht nicht mehr dem aktuellen Standard. Ebenfalls für das nächste Jahr angedacht sind der Bau der Klimakammer in der Versuchshalle sowie die Errichtung von Garagen und Carport, um die Geräte für die Außeneinsätze zu lagern.

Von Jörn Nolting

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