Baumaßnahmen für 600 000 bis 700 000 Euro / Neues Dach für den Hörsaal und Sanierung des Außengeländes

Ostfalia investiert in Standort Suderburg

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Günther Schröder (links) misst mit Walter Gewiß aus, ob die Klimakammer passt.

Suderburg. Die Hörsäle sind leer, die Mensa ist geschlossen. In der Ostfalia Fachhochschule für angewandte Wissenschaft in Suderburg ist die vorlesungsfreie Zeit spürbar. Die Flure sind wie leergefegt, die meisten Studenten nicht vor Ort.

Doch gearbeitet wird trotzdem fleißig. Zahlreiche Handwerker bevölkern in diesen Wochen die Hochschule. Insgesamt investiert die Ostfalia zwischen 600 000 und 700 000 Euro in den Studienort Suderburg.

„Es laufen viele kleine Baumaßnahmen“, schildert Andreas Winkelmann vom Ostfalia-Gebäudemanagement mit Sitz in Wolfenbüttel. Eine der Baustellen ist das Dach des großen Hörsaals gleich neben dem Haupteingang. „Nachdem der Raum komplett saniert wurde, haben wir festgestellt, dass es durch das Dach tropft“, sagt Diplom-Ingenieur Günther Schröder von der Fakultät Bau-Wasser-Boden und Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Schwitzen auf dem Hörsaal: Die Dachdecker sanieren das Dach. Insgesamt investiert die Ostfalia 600 000 bis 700 000 Euro in den Standort Suderburg.

Doch das Dach über dem Hörsaal ist wie erwähnt nur ein kleiner Baustein von vielen. Das alte Wasserlabor beispielsweise macht Platz für einen neuen Hörsaal, den die Fakultät „Soziale Arbeit“ nutzen wird. Der Estrich liegt bereits, die Decke hingegen befindet sich noch im Rohbau. „Das Wasserlabor zieht in das Wasserbau-Labor um“, sagt Winkelmann – eine große Wellblechhalle auf dem Gelände der Ostfalia. Das wiederum hat zur Folge, dass nun auch dort Platz geschaffen werden muss. Die Klimakammer, in der Versuche mit Biogas stattfinden, verschwindet aus dem Wasserbau-Labor und kommt in das Hauptgebäude. Im Vorfeld dieses Umzugs beginnen nun auch schon die ersten Umbaumaßnahmen. So misst der Trockenbauer Walter Gewiß die Räume aus, die nun die Klimakammer beherbergen sollen. Im Wasserlabor hingegen muss ein Pfosten der Treppe verschwinden, die zum Hochbehälter unter dem Dach der Wellblechhalle führt. Er steht im Weg, um dort das 80 Zentimeter hohe Becken aufzubauen. Doch nicht nur in den Gebäuden der Hochschule wird emsig gearbeitet – auch das Außengelände wird erneuert. In erster Linie betroffen ist das Gelände rund um den Altbau. „Da ist seit Jahrzehnten nichts mehr passiert“, weiß Andreas Winkelmann. Und so ist es kein Wunder, dass sich so einige skurrile Fundstücke aus vergangenen Zeiten anfinden. Einen alten Stahlhelm aus dem Zweiten Weltkrieg präsentiert beispielsweise Hausmeister Norbert Finzelberg. „Hoffentlich finden wir nicht auch noch den Rest, der dazugehört“, scherzt er und legt den rostigen und vom Bagger zerdrückten Helm zu den restlichen weniger spektakulären Ausgrabungen. „Aus der Grünfläche wird ein Innenhof“, sagt Schröder. Aufgrund der Außenarbeiten kann das Dach des Altbaus noch nicht saniert werden. „Das kollidiert mit der Gerüststellung“, sagt Winkelmann. Das alte Dach, unter dem sich das Asta-Wohnzimmer befindet, ist eines der nächsten Bauvorhaben. „Die Arbeiten sollen zum Semesterstart Mitte September fertig sein“, sagt Andreas Winkelmann. Die Vorkurse Anfang September könnten also noch ein wenig unter dem Baulärm leiden.

Von Jörn Nolting

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