Lob für familiäres Umfeld am Campus

Ostfalia-Hochschule begrüßt Erstsemester: 250 neue Gesichter in Suderburg

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Das Audimax der Suderburger Ostfalia Hochschule war gestern mit Erstsemestern voll besetzt.

Suderburg – Wird es für Suderburg Zeit, die Eingemeindung in die Hansestadt zu beantragen – aber nicht in Uelzen, sondern in Hamburg? Das fragte sich womöglich so mancher Erstsemester, der am Montagvormittag an der Begrüßungsveranstaltung in der Suderburger Ostfalia teilnahm.

Denn der Vizepräsident der Hochschule, Professor Gert Bikker, ließ in seiner Ansprache mit der augenzwinkernd gemeinten Aussage aufhorchen, Suderburg sei „fast ein Vorort von Hamburg“. Gemeint war natürlich die gute Verkehrsanbindung an die Elbe.

Professor Gert Bikker, Vizepräsident der Ostfalia

Zugleich lobte Bikker das familiäre Flair am Campus Suderburg. „Das ist ein sehr schöner Standort. Hier gibt es ein tolles Umfeld“, erklärte er im voll besetzten Audimax der Hochschule. 250 Erstsemester haben gestern ihr Studium in Suderburg aufgenommen – 145 in der Fakultät Handel und Soziale Arbeit, 105 im Bereich Bau-Wasser-Boden. Mit rund 1.200 Studenten sei der Campus sehr klein, sagte Bikker. Dadurch gebe es im Vergleich zu großen Hochschulen viel engere Kontakte zwischen den Studierenden, aber auch zu den Professoren und Dozenten. Wer zum Beispiel Hilfe beim Studium benötige, könne an Tutorien teilnehmen. Dabei erklären höhere Semester komplizierten Lernstoff noch einmal genau.

Professor Thomas Waldeer, Standortbeauftragter

Auch der Standortbeauftragte Professor Thomas Waldeer lobte die überschaubaren Strukturen an der Suderburger Ostfalia. „Egal, in welche Lehrveranstaltung Sie hineingehen: Sie finden hier immer einen Stuhl und einen Tisch für sich“, versprach er den Erstsemestern. Zugleich ermunterte er sie, sich in den Gremien der Hochschule, etwa im AStA oder in den Fachschaftsräten, zu engagieren: „Sie dürfen alles mitmachen, gleich am ersten Tag. Niemand hindert Sie daran.“ In der Ostfalia würden die Studenten nicht als Konsumenten betrachtet, sondern seien umfassend beteiligt.

Ulrich Mietzner, Stellvertretender Bürgermeister

Eine Lanze für Suderburg brach Vize-Bürgermeister Ulrich Mietzner. „Wir wünschen uns, das möglichst viele Studierende in unserer Gemeinde ihren Wohnsitz nehmen“, sagte er. Im Ort gebe es eine gute Infrastruktur mit Ärzten, Einkaufsmärkten, Restaurants, Sportverein und vielem mehr. Zudem würden sich das Jugendzentrum und die Feuerwehr Suderburg über engagierte junge Leute freuen, erklärte Mietzner, der Verwaltungschef Thomas Schulz und Gemeindebürgermeister Hans-Hermann Hoff, die gestern zeitlich verhindert waren, vertrat.

Kerstin Hanelt, Sozialberaterin im Studentenwerk

Die Angebote des Studentenwerks Ost-Niedersachsen stellte Kerstin Hanelt vor. Von BAföG und Sozialberatung über psychotherapeutische Hilfen bis zu Plätzen in Wohnheimen reicht die Palette. Und damit sich die Erstsemester an ihrem Studienort wohlfühlen, verteilte die „Suderburger Wirtschaft in Aktion“ kostenlose Willkommenstaschen – prall gefüllt mit Gutscheinen, Kulis und Flyern über die Region.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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