Hochschule führt landesweit beim Förderprogramm für Forschung und Innovation

Ostfalia: Fast 19 Millionen Euro für 29 Projekte

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Eines der 29 Förderprojekte der Ostfalia: Auf dieser Fläche an der Herbert-Meyer-Straße in Suderburg will die Hochschule ein neues Forschungsgebäude errichten. Dafür sind EU- und Landesmittel empfohlen worden.

Suderburg – Sie zählt an ihren vier Standorten inzwischen mehr als 13 000 Studenten, darunter rund 1500 in Suderburg. Die Ostfalia Hochschule erlebt derzeit einen Boom.

Doch auch auf einem anderen Gebiet ist sie richtungsweisend: In den vergangenen drei Jahren hat die Ostfalia Forschungsfördermittel in Höhe von 18,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben.

Damit ist die Ostfalia im Förderprogramm „Inno- vationen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ nach eigenen Angaben aktuell die erfolgreichste niedersächsische Hochschule. „Die eingeworbenen Mittel sind für 29 Projekte vorgesehen“, erklärt Theresa Springer, Mitarbeiterin der Ostfalia-Hochschulkommunikation. Laut dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sind 27 Projekte bereits bewilligt, die anderen beiden sind bislang zur Förderung empfohlen.

Sechs der bewilligten Projekte im Bereich Innovation und Forschung sind am Standort Suderburg angesiedelt. Ihre Gesamtfördersumme beträgt fast zwei Millionen Euro, berichtet Martina Lange, Leiterin des Wissens- und Technologietransfers der Ostfalia, im AZ-Gespräch. Darunter sind die Projekte „Digitales Vertrauen und Teamwork in und um Dienstleistungsunternehmen“, „Digitalisierung von Verkaufsräumen im Einzelhandel“ und „Dynamik des Sauerstoffverbrauchs in modernen Belebungsanlagen“.

Auch eines der beiden zur Förderung empfohlenen Projekte betrifft die Suderburger Ostfalia. Es ist der etwa vier Millionen Euro teure Neubau eines Forschungsgebäudes für nachhaltige Bewässerung, der auf einem Grundstück an der Herbert-Meyer-Straße entstehen soll. Dazu hat die Gemeinde Suderburg eine 8395 Quadratmeter große Fläche ans Land verkauft, um die Hochschul-Erweiterung zu ermöglichen (AZ berichtete). Auch ein neuer Parkplatz ist dort vorgesehen.

„Für das Gebäude an der Herbert-Meyer-Straße streben wir einen Baubeginn im Jahr 2020 an“, blickt Roland Distler, Leiter des Gebäudemanagements der Ostfalia, voraus. Zunächst müssen jedoch die NBank und das niedersächsische Wissenschaftsministerium die Fördergelder genehmigen. Zum Schluss muss der Haushaltsausschuss des Landes die Freigabe der Mittel beschließen.

Die 27 bereits bewilligten Ostfalia-Projekte summieren sich auf etwa 8,68 Millionen Euro. Davon entfallen 4,11 Millionen Euro auf EFRE-Mittel und 3,49 Millionen Euro auf Landesgelder. Für die beiden zur Förderung empfohlenen Projekte belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 10,2 Millionen Euro, darunter sind 5,1 Millionen Euro EFRE-Mittel und 4,8 Millionen Euro Landeszuschüsse. Diese Zahlen legte jetzt das niedersächsische Wissenschaftsministerium vor.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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