Neues Angebot in Suderburg: Essensausgabe in Mehrzweckhalle statt Besuch des Ostfalia-Speisesaals

Oberschule plant eigene Mensa

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In der Mehrzweckhalle der Oberschule Suderburg, in der auch die Theaterbühne steht, soll die neue Mensa eingerichtet werden. Die Baukosten werden sich Schätzungen zufolge auf bis zu 119 000 Euro belaufen, hinzu kommen 13 000 Euro fürs Mobiliar.

Suderburg. Ein neues Angebot im Rahmen der Ganztagsbetreuung plant die Oberschule Suderburg. Sie will den Schülern die Möglichkeit bieten, ihr Mittagessen im Schulgebäude einzunehmen.

Bisher gehen viele Oberschüler mittags in die Mensa der nahe gelegenen Ostfalia Hochschule. Jetzt stellte Schulleiterin Rita Reinhardt die vom Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg erarbeiteten Pläne für die Einrichtung einer Cafeteria mit Essensausgabe in der Oberschule vor.

So soll in der 137 Quadratmeter großen Mehrzweckhalle eine Schulmensa mit 100 Sitzplätzen geschaffen werden. Nebenan soll ein nicht mehr benötigter Klassenraum in eine Essens-Ausgabestelle, eine Spülküche und einen Gruppenraum umgewandelt werden. Die Gesamtkosten werden sich nach Schätzung des Gebäudemanagements auf 104 000 Euro belaufen. Sollte zusätzlich ein Fettabscheider notwendig werden, erhöhen sich die Kosten auf 119 000 Euro. Weitere 13 000 Euro entfallen auf die Möblierung der Mensa. Der Schulausschuss des Landkreises verwies das Vorhaben, das zum großen Teil aus Kreismitteln finanziert würde, jetzt zur Beratung in die Fraktionen.

Für die Oberschule sei die Einrichtung einer eigenen Mensa sehr wichtig, betont Rita Reinhardt. Von den insgesamt 200 Schülern gingen montags rund 75 zum Essen in die Ostfalia, mittwochs um die 70. Dienstags und donnerstags, an beiden Tagen ist der Nachmittagsunterricht freiwillig, seien es jeweils etwa 20. Für die fünften bis siebten Klassen sei der Besuch der Ostfalia-Mensa verpflichtend.

„Durch die steigende Studentenzahl ist die Mensa mittags relativ voll“, erklärt Reinhardt. Deshalb müssten sich die Oberschüler oft an mehrere Tische verteilen, was die Aufsicht durch die Lehrer erschwere und dem pädagogischen Konzept der Einnahme einer gemeinsamen Mahlzeit widerspreche. Außerdem sei die Mensa während der vorlesungsfreien Zeit geschlossen. Hinzu komme, dass für den Gang zur Ostfalia viele Aufsichten benötigt würden, die für den Unterricht verloren gingen. Den Schülern komme die eingesparte Zeit für den Hin- und Rückweg zugute, denn sie könnten nach dem Essen in der neuen Oberschul-Mensa ihre restliche Mittagspause individuell gestalten. Das Essen für die Schulmensa soll von einem Caterer heiß angeliefert und in der Ausgabeküche verteilt werden. Das Kochen von Mahlzeiten sei nicht geplant. Reinhardt hofft, dass der Mensabetrieb mit Beginn des neuen Schuljahres 2016/17 starten kann. „Wir sind der Ostfalia dankbar, dass wir ihre Mensa nutzen dürfen, doch für das Konzept einer Oberschule ist das nicht mehr passend“, sagt sie. Der Umbau der Mehrzweckhalle wäre unproblematisch: „Wir nutzen sie nur selten für schulische Veranstaltungen. In der übrigen Zeit steht sie leer.“ Für die Einrichtung der Mensa müsste die Theaterbühne entfernt werden. „Wir sind aber gerne bereit, dieses Opfer zu erbringen“, sagt Reinhardt.

Von Bernd Schossadowski

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