Holthusen II: Landwirt und Bohlsener Mühle suchen gemeinsame Lösung

Nur noch ein Stall in Planung

Ein weiterer Hähnchenmaststall mit 40 000 Tieren soll bei Holthusen II entstehen. Archivfoto: Ph. Schulze

Holthusen II. Für den Holthusener Landwirt Markus Kaiser steht fest, dass er statt drei nur noch einen weiteren Hähnchenmaststall in Holthusen II plant. Für diesen hat er allerdings noch keinen Antrag gestellt.

„In der Planung haben sich vom gesetzlichen Rahmen her gewisse Dinge ergeben, dass es nicht gepasst hätte“, erklärt der Landwirt. Nun wird es also nur noch ein Stall, der neben dem bereits bestehenden Gebäude entstehen soll. „Einen genauen Zeitrahmen gibt es jetzt noch nicht“, schildert Kaiser. Die Genehmigung des bereits bestehenden Stalls habe 1,5 Jahre gedauert. „Die Anforderungen sind jetzt höher als damals“, weiß der Landwirt aus Holthusen. Im Rahmen seiner Planungen traf er sich bereits mit Volker Krause, dem Inhaber der benachbarten Bohlsener Mühle. Schon im Vorfeld der Planungen kam es seitens des Mühlenbetreibers zu Befürchtungen, dass von den Hähnchenmast-ställen in der näheren Umgebung Gefahren für seinen Bio-Betrieb ausgehen könnten. „Ich bin guter Dinge, dass wir anfangen, eine Lösung zu finden“, sagt Krause nach dem, wie er betont, „konstruktiven Gespräch“.

Beide wollen einen Konsens finden, mit dem sie leben können. Dabei spielen für den Mühlenbetreiber Filteranlagen oder sogar ein Standortwechsel eine wichtige Rolle. „Es geht um Existenzengefährdungen für beide Seiten“, betont Krause, der von der zuständigen Verwaltungsbehörde, dem Landkreis Uelzen, fordert, dass im Vorfeld Gespräche geführt werden.

Auf klare Aussagen des Landkreises hoffen die Vertreter der frisch gegründeten Bürgerinitiative (BI) „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“. Der Bohlsener Friedrich Kaune ist derzeit mit seinen Mitstreitern dabei, Fakten zu sammeln. „Wir wollen uns ein Meinungsbild machen und unsere Argumente auf Fakten bauen und nicht nur emotionale Aspekte einbringen“, betont der BI-Sprecher.

Hoffnung versprechen er und seine Mitstreiter sich von einem Termin beim niedersächsischen Landwirtschaftsminister Gert Lindemann, der den BI-Vertretern während seines Besuchs in der Bohlsenser Mühle dieses Angebot unterbreitet hatte.

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