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Neues Gebäude der Suderburger Ostfalia-Hochschule eingeweiht

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Von: Bernd Schossadowski

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Rosemarie Karger, Kirsten Wegner, Björn Thümler und Thomas Schmidt stehen im Foyer den neuen Ostfalia-Gebäudes.
Ostfalia-Präsidentin Prof. Rosemarie Karger (2. von rechts) und Fakultätsdekanin Prof. Kirsten Wegner mit einer überdimensionalen elektronischen Semesterkarte der Hochschule. Es freuten sich Wissenschaftsminister Björn Thümler (rechts) und Thomas Schmidt vom Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide. © Bernd Schossadowski

Prominenten Besuch hat am Donnerstag die Suderburger Ostfalia-Hochschule bekommen: Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) war zu Gast im neuen Seminar- und Bürogebäude der Fakultät Handel und Soziale Arbeit. Es wurde nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht.

Suderburg – Verführerisch lagen sechs Schokoladentafeln auf dem Tisch in der Lern- und Forschungswerkstatt der Suderburger Ostfalia-Hochschule. Doch ums Naschen ging es am Donnerstag nicht. Vielmehr stellte Studiendekanin Antje Baumgarten den Besuchern das Marktforschungslabor der Fakultät Handel und Soziale Arbeit vor. Prominentester Gast war Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Er war ins neue Seminar- und Bürogebäude der Fakultät gekommen, das nach zweijähriger Bauzeit an der Straße „In den Twieten“ eingeweiht wurde.

„Eine Geschmacksprobe machen Sie aber nicht?“, scherzte Thümler mit Blick auf die Schokolade. Das musste Antje Baumgarten lachend verneinen. Es gehe darum, zu erforschen, wie Konsumenten die Verpackungen bewerten. „Also, für den Test würden wir vorbeikommen“, meinte Landrat Dr. Heiko Blume augenzwinkernd.

Doch bei der Einweihung des barrierefreien eingeschossigen Neubaus gab es nicht nur heitere Momente. Professorin Dr. Rosemarie Karger, Präsidentin der Hochschule, verwies auf den Krieg in der Ukraine. Zudem gab sie bekannt, dass das Präsidium der Ostfalia beschlossen hat, alle Aktivitäten der Hochschule mit ihren russischen Partnern bis auf Weiteres ruhen zu lassen. „Wir sind tief betroffen von dem ungerechtfertigten, völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine, der eine menschliche Tragödie ist und großes Leid mit sich bringt“, sagte Karger. Dass die Ostfalia die Partnerschaft mit Russland auf Eis lege, sei „die logische Konsequenz des Ganzen“.

Abseits der dramatischen weltpolitischen Lage freue sie sich, den Neubau einweihen zu können, erklärte Karger. „Hier gibt es viel Platz für die stark gewachsene Fakultät Handel und Soziale Arbeit. Platz für lebhafte Diskussionen, Platz zum konzentrierten Lernen und Platz zum Entwickeln kreativer Ideen in Studium, Lehre und Forschung.“ Das sei angesichts der Größe der Fakultät – sie zählt inzwischen rund 800 Studierende – dringend erforderlich.

Das neue Gebäude mit seiner roten Klinkerfassade bietet eine Nutzfläche von rund 1130 Quadratmetern. Es wurde unter der Federführung des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide errichtet und hat 4,3 Millionen Euro gekostet, finanziert aus Rücklagen der Ostfalia. Das Gebäude bietet einen Hörsaal mit 100 Sitzplätzen und einer markanten großen Fensterfront in Form einer Gaube. Hinzu kommen vier mit modernster Technik ausgestattete Seminarräume, acht Büros für Professoren und Beschäftigte, zwei Räume für die Lern- und Forschungswerkstatt und ein großes Foyer. „Ich bin stolz und froh, dass wir nun dieses schöne Gebäude haben“, sagte Karger.

Dem pflichtete Thümler bei. Das Geld für den Neubau sei gut angelegt, meinte er. Das Gebäude biete „die Möglichkeit, die Lehre noch mal auf ein ganz neues Niveau zu heben“. Nach den Worten von Thümler ist der Campus Suderburg ein gutes Beispiel für positive Entwicklungen im ländlichen Raum.

Im Gebäude seien 75 Tonnen Stahl und 400 Kubikmeter Steine verbaut worden, berichtete Thomas Schmidt vom Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide. Der Neubau biete den Studierenden „eine inspirierende Umgebung“. Als „Eyecatcher“ bezeichnete Schmidt die große Fensterfront des Hörsaals. „Wenn man auf das Gebäude zugeht, ist das ein direkter Anziehungspunkt.“

„Die Einweihung stellt für unsere Fakultät einen wichtigen Meilenstein dar“, freute sich Professorin Kirsten Wegner. Die Dekanin zeigte sich von der modernen Ausstattung der Räume – von Schallschutzdecken über Beamer, höhenverstellbare Pulte und Tische mit Rollen bis zu isolierverglasten Fenstern mit Sonnenschutz – angetan. „Es macht Spaß, hier zu unterrichten“, sagte Kirsten Wegner. „Und die Studenten finden es auch ganz toll.“

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