Ausschuss gibt grünes Licht für Anbau am Suderburger Kindergarten / Einzug im August 2019 geplant

Neues Domizil für 25 Knirpse in Suderburg

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Rechts neben dem Modulgebäude soll der Anbau für die neue Kindergartengruppe geschaffen werden. Im zweiten Bauabschnitt wird das Suderburger Jugendzentrum erweitert, damit dort bis Sommer 2020 zwei Krippengruppen einziehen können.

Suderburg. Noch sind auf dem Außengelände des Suderburger DRK-Kindergartens eine kleine Steinmauer, mehrere Findlinge und eine bewachsene Pergola zu sehen.

Doch an dieser Stelle – unmittelbar südlich an das bestehende Modulgebäude angrenzend – soll in den kommenden Monaten ein Anbau errichtet werden. In diesem 283 Quadratmeter großen Gebäude wird eine weitere Kindergartengruppe mit 25 Plätzen geschaffen – es wird die fünfte Gruppe sein. Jetzt hat sich der Bauausschuss der Gemeinde einstimmig für den Erweiterungsbau ausgesprochen.

„Das neue Gebäude dockt an den Modulbau an. Dort wird ein Durchgang geschaffen“, schildert Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje. Der Anbau soll nicht aus massivem Mauerwerk, sondern in Holzrahmenbauweise erstellt werden. „Das hat den Vorteil, dass er wesentlich schneller fertig wird. Er soll nämlich schon im August 2019 bezogen werden“, erklärt Lilje, der auf einen Baubeginn im Frühjahr hofft. Die Kosten für den Anbau werden sich nach den Berechnungen des Architekten auf rund 596 000 Euro belaufen.

Das neue Kindergartengebäude bietet unter anderem einen 57 Quadratmeter großen Gruppenraum, einen Ruheraum mit 18 Quadratmetern Größe sowie behindertengerechte Toiletten. Außerdem erhält der Anbau ein Pultdach und im oberen Bereich mehrere Fenster. „Dadurch bekommt man zusätzlich Luft und Licht herein“, berichtet Lilje. Geplant ist auch ein Zwischentrakt, der ein Flachdach mit geringer Neigung für den Wasserablauf erhält.

In den Anbau soll die Kindergartengruppe einziehen, die derzeit im Suderburger Jugendzentrum untergebracht ist (AZ berichtete). Im zweiten Bauabschnitt, der bis zum Sommer 2020 fertiggestellt sein soll, wird dann das Jugendzentrum erweitert. In dem neuen Trakt und im Altgebäude sollen zwei Krippengruppen mit insgesamt 30 Kindern untergebracht werden. Dann wird die Einrichtung über insgesamt vier Krippengruppen verfügen.

Im Ausschuss stießen die Pläne des Architekten auf breite Zustimmung. „Das ist die beste Lösung, die wir da gefunden haben“, sagt Udo Depner (CDU) im AZ-Gespräch. „Die Holzrahmenbauweise ist optimal vom Preis und vom Gestalterischen her.“ Das findet auch Hans-Jürgen Drögemüller (SPD). „Es ist eine gelungene Sache“, meint er. Nicht nur der Kindergarten-Anbau, sondern auch die Möglichkeit, das Jugendzentrum zu erweitern und zur Krippe umzuwandeln, sei vom Architekten „wunderbar gelöst worden“.

Bürgermeister Hans-Hermann Hoff (Grüne) lobt die aus Vertretern von Politik, Verwaltung, Kita und DRK bestehende Arbeitsgruppe. Diese hat in den vergangenen Wochen ausführlich über die Kindergarten- und Krippen-Erweiterung diskutiert. Der gesamte Prozess sei „glatt und geräuschlos verlaufen“, freut sich Hoff. „Alle Wünsche seitens der Kita und der Politik wurden umgesetzt.“

Von Bernd Schossadowski

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