Ausschuss berät über Umzug ins Gebäude an der Holxer Straße / Bedarf wird zunächst abgefragt

Neues Domizil fürs Suderburger Jugendzentrum?

Im Haus an der Holxer Straße 3, das der Gemeinde Suderburg gehört, könnte das Jugendzentrum ein neues Domizil finden, schlägt die Verwaltung vor. Foto: SCHOSSADOWSKI
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Im Haus an der Holxer Straße 3, das der Gemeinde Suderburg gehört, könnte das Jugendzentrum ein neues Domizil finden, schlägt die Verwaltung vor. Foto: SCHOSSADOWSKI

Suderburg – Aus seinem angestammten Gebäude am Gänsekamp musste das Suderburger Jugendzentrum (JuZ) 2018 ausziehen, weil die Räume für den Kindergarten benötigt wurden. Zwischenzeitlich zog das JuZ in den Auswertungsraum im örtlichen Sportzentrum ein.

Jetzt diskutierte der Jugendausschuss der Gemeinde darüber, ob für das JuZ ein neues Domizil an der Holxer Straße 3 geschaffen werden soll.

Im Erdgeschoss des Gebäudes, das der Gemeinde Suderburg gehört, stehen seit April mehrere Räume leer. Eine Rückkehr ins Altgebäude am Gänsekamp kommt indes nicht mehr infrage, weil dieses abgerissen werden soll, um dort eine Krippe zu bauen (AZ berichtete). Bevor die Politik über die Liegenschaft an der Holxer Straße 3 entscheidet, sollen die Kinder und Jugendlichen befragt werden, ob sie überhaupt Bedarf an einem JuZ haben. Darauf verständigte sich der Ausschuss jetzt einstimmig.

Reinald Müller, Fachbereichsleiter in der Suderburger Verwaltung, wies darauf hin, dass zuletzt nur sehr wenige Jugendliche das JuZ genutzt hätten. Auch Dierk Pellnath (Ratsgruppe Pellnath/Schimmack) bezweifelte, dass die Jugendbetreuung im Ort noch sehr gefragt ist. „Ich bin bislang nicht ein einziges Mal als Ratsherr aufs JuZ angesprochen worden. Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass derzeit kein Bedarf vorhanden ist“, sagte er.

Das sah Ulrich Mietzner (SPD) anders. Die Akzeptanz der Einrichtung stehe und falle mit dem Engagement der Betreuer. Zuletzt seien die beiden studentischen Kräfte – auch Corona-bedingt – nicht mehr aktiv gewesen. Doch eine junge Frau habe vor einiger Zeit Interesse bekundet, in Suderburg neue Angebote für junge Leute zu entwickeln. Die Gemeinde sollte diese Frau jetzt kontaktieren, schlug Mietzner vor. „Dann wird das auch laufen. Davon bin ich überzeugt.“

Nach dem Wunsch des Ausschusses soll die Verwaltung nun einen anonymen Fragebogen an neun- bis 15-jährige Kinder und Jugendliche – die dritten bis achten Jahrgänge der Grund- und der Oberschule – in Suderburg verteilen. Darauf sollen diese ankreuzen, ob sie das JuZ künftig nutzen würden – und wenn ja, an welchen Tagen in der Woche und zu welcher Uhrzeit. Zudem sollen sie gefragt werden, welche Betreuungsformen und Angebote sie sich im JuZ wünschen.

Sollte der Bedarf entsprechend hoch sein, will der Ausschuss im nächsten Schritt darüber beraten, ob das JuZ ehrenamtlich betrieben oder eine hauptamtliche Betreuungskraft eingestellt werden soll. Überdies muss geklärt werden, welche Umbaumaßnahmen im schon recht betagten Altbau an der Holxer Straße 3 erforderlich wären und was das Ganze kosten würde. (bs)

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