Streit um Erhalt des Gebäudes setzt sich fort

Neues Bürgerbegehren zur alten Schule in Suderburg beantragt

Neben der alten Schule in Suderburg befindet sich ein Berg aus Trümmern.
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Die Gemeinde Suderburg hat einen Teil des Anbaus der alten Schule bereits abreißen lassen.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Die Unterstützer des Erhalts der alten Schule am Gänsekamp in Suderburg haben dazu jetzt ein neues Bürgerbegehren bei der Gemeindeverwaltung beantragt. Das vorherige war gescheitert, weil die Frist für die Abgabe der Unterschriften versäumt wurde. Am 2. August entscheidet der Verwaltungsausschuss, ob der neue Antrag zulässig ist.

Suderburg – Die Kontroverse um die Zukunft der alten Schule am Gänsekamp in Suderburg geht in eine neue Runde. Dazu wurde jetzt ein weiteres Bürgerbegehren bei der Gemeinde beantragt. Das Ziel ist der Erhalt des 113 Jahre alten Gebäudes, aber ohne den inzwischen zum Teil abgerissenen Anbau im hinteren Teil. Das teilt Andreas Paschko auf AZ-Anfrage mit. Zusammen mit Dr. Peter Borm und Gode von Korff hat er den Antrag auf das Bürgerbegehren unterzeichnet. Dieser sei am 19. Juli bei Gemeindedirektor Thomas Schulz im Rathaus abgegeben worden.

Es handelt sich um das dritte Bürgerbegehren dieser Art innerhalb weniger Monate. Im November 2020 war der erste Antrag eingegangen. Er wurde wegen eines Formfehlers jedoch nachträglich für nicht zulässig erklärt (AZ berichtete). Im Dezember hatten Paschko, Borm und von Korff ein neues Bürgerbegehren beantragt und mehr als 500 Unterschriften für den Erhalt der alten Schule gesammelt. 375 wären notwendig gewesen. Allerdings wurde es versäumt, die Listen bis zum Ablauf der Frist am 9. Juni bei der Gemeinde abzugeben. Ob der dritte Antrag zulässig ist, darüber entscheidet der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss am 2. August.

Ende Juni hatte der Suderburger Rat beschlossen, die alte Schule abzureißen. Dass die Gemeinde nun bereits Teile des Anbaus abgetragen hat, sorgt bei den Unterstützern des Bürgerbegehrens für Verärgerung.

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