Gerdauniederung: Gewässer als Lebensraum für verschiedene Arten geschaffen

Neue Heimat für Fischotter

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Ein Tümpel für die Artenvielfalt: In diesem neuen Gewässer bei Holdenstedt sollen sich künftig Fischotter ansiedeln. Die Anlage dieses Tümpels wurde vom Land Niedersachsen initiiert.

dib Uelzen-Holdenstedt. Ein neuer Tümpel für Fischotter und Wasservögel ist bei Holdenstedt angelegt worden. In den vergangenen Wochen.

hat die Betriebsstelle Lüneburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in der Gerdauniederung bei Holdenstedt den 1500 Quadratmeter großen Auentümpel hergerichtet. Dazu wurde eine unbebaute Fläche ausgehoben und für die Artenvielfalt freigegeben.

Das naturnahe Gewässer soll ein Beitrag zur Umsetzung des Niedersächsischen Auenprogramms sein und neue Lebensräume für Fischotter und Wasservögel bieten. „Intakte Auenlandschaften gehören zu unseren artenreichsten Ökosystemen“, erklärt Susanne Körbel vom Landesbetrieb. Besonders wichtig seien für die Artenvielfalt Tümpel, Altarme und andere Stillgewässer mit Verlandungsbereichen. „Leider sind viele Auengewässer durch Regulierungsmaßnahmen verschwunden, sodass noch bestehende Auen durch die Neuanlage naturnaher Weiher und Tümpel aufgewertet werden sollen.“

Die hergerichtete landeseigene Brachfläche bei Holdenstedt soll dafür besonders geeignet sein. Seit Mitte Januar haben schwere Baumaschinen im Auftrag des Landesbetriebs einen vielgestaltigen Auentümpel mit Tief- und Flachwasserzonen und unterschiedlich geneigten Uferabschnitten geschaffen, der den Lebensraumansprüchen unterschiedlicher Vögel, Amphibien und Säugetiere entgegenkomme, so Körbel. Auf eine Bepflanzung des Gewässerumfeldes sei bewusst verzichtet worden, da sich die auentypische Pflanzenwelt von selber einstellen soll. „Das winterliche Wetter hat uns in der Bauphase geholfen, da die Fahrzeuge auf dem gefrorenen Boden gut fahren konnten“, berichtete Körbels Kollege, Wasserbau-Ingenieur Heiko Warnecke.

Die Gerdau ist in der europäischen Wasserrahmenrichtlinie als wichtiges Fließgewässer aufgeführt. Sie gehört als Bestandteil des Gebietes „Ilmenau mit Nebenbächen“ nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtline (FFH) zum europäischen ökologischen Netz „Natura 2000“. Die jetzt abgeschlossene Maßnahme soll somit nicht nur die biologische Vielfalt vor Ort fördern, sondern gleichzeitig auch übergeordneten Zielsetzungen dienen.

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