Planung des zweiten Abschnitts im Baugebiet „Hofkoppel“ ist fertig / Ausbau soll noch 2018 beginnen

23 neue Grundstücke in Gerdau

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Auf dieser Fläche neben dem ersten Abschnitt der „Hofkoppel“ soll das neue Baugebiet ausgewiesen werden.

Gerdau. Die Ausweisung eines neuen Baugebietes am nördlichen Rand von Gerdau rückt näher. Im Gemeinderat stellte Thomas Hinz, Inhaber des Suderburger Ingenieurbüros „iTH“, jetzt den aktuellen Stand zum vorgesehenen zweiten Abschnitt des Gebietes „Hofkoppel“ vor.

„Die Planung ist fertig“, erklärte Hinz. Nun gehe es um den Bau einer Erschließungsstraße. Im Rat stieß das Vorhaben auf breite Zustimmung.

Der zweite Bauabschnitt ist 22 577 Quadratmeter groß. Die Fläche gehört der Gemeinde und grenzt nordöstlich an den ersten Abschnitt an. „Es können 23 zusätzliche Grundstücke geschaffen werden“, sagte Hinz. Zum Vergleich: Im ersten Abschnitt der „Hofkoppel“, der seit Ende der 1990er-Jahre bebaut wurde, stehen rund 20 Häuser. Nur zwei Grundstücke sind dort laut Bürgermeister Stefan Kleuker (CDU) noch frei.

„Hinsichtlich der Entwässerung und der Bodeneigenschaften ist es aber nicht ganz einfach in dem Baugebiet“, berichtete Hinz mit Blick auf ein aktuelles Gutachten, in dem der zweite Bauabschnitt untersucht worden war. „Die Tragfähigkeit des Untergrunds ist für eine ausreichende Verdichtung nicht gegeben“, sagte Hinz. Daher schlug er vor, unter der geplanten Erschließungsstraße eine zusätzliche, etwa 30 bis 40 Zentimeter starke Tragschicht einzubauen.

Hinz nannte noch ein weiteres Problem: „Der Boden bietet relativ schlechte Versicke-rungsmöglichkeiten des Regenwassers.“ Die Niederschläge könnten nicht flächendeckend in den Boden eindringen. Damit sie von der Erschließungsstraße ablaufen können, sollen seitlich davon Versickerungsmulden geschaffen werden. Darunter würden Kieskörper mit Rohren eingebaut, die das Regenwasser in die Kanalisation leiten.

Die Baukosten für die Erschließung des zweiten Abschnitts bezifferte Hinz auf etwa 542 000 Euro. Hinzu kämen noch einmal 152 000 Euro für den Endausbau. Um Kosten zu sparen, soll das Baugebiet auf Wunsch des Rates in zwei Etappen erschlossen werden – zunächst mit 15 Grundstücken, in den Folgejahren mit weiteren acht.

Nach Ansicht von Bürgermeister Kleuker ist die Erweiterung der „Hofkoppel“ dringend notwendig. „Wir wollen als Gemeinde, dass sich unser Gewerbe entwickeln kann. Dazu wollen wir ortsnahen Wohnraum anbieten“, erklärte er. Auch für den Erhalt des Gerdauer Kindergartens und der Grundschule seien weitere Baugrundstücke notwendig.

Das betonte auch SPD-Fraktionschef Wolfgang Hahnemann. „Ich halte es für sehr wichtig, dass sich nicht alles in Zentren wie Suderburg konzentriert. Kleine Gemeinden wie Gerdau müssen sehen, dass sie den Anschluss nicht verlieren“, meinte er.

Die Gemeinde werde jetzt mit der Ausschreibung der Erschließungsarbeiten beginnen, sagte Kleuker. „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Ausbau beginnen können, um danach in die Vermarktung zu gehen.“

Von Bernd Schossadowski

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