Neues freies Theater erstrahlt im Glanz der 1920er-Jahre / Morgen Solo-Revue

Flair von „Babylon Berlin“ in Eimke

Valentino Karl bei der Aufführung seiner Solo-Revue
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Eine musikalische Reise quer durch die Operette und Hits der 1920er- und 1930er-Jahre bietet Valentino Karl am morgigen Freitag bei seiner Solo-Revue im freien Theater „Kulisse“ in Eimke.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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 Fans von „Babylon Berlin“ dürften beim Betreten des neuen freien Theaters „Kulisse“ in Eimke ins Schwärmen geraten. Das Ambiente des Foyers erinnert an die Erfolgsserie, die ab 1929 in Berlin spielt.

Das Mobiliar, die Lampen, die Farbgestaltung im Saal – alles atmet das Flair der „Goldenen Zwanziger“. Es ist die passende Umgebung für eine Reihe von Musik- und Theaterveranstaltungen, die Valentino Karl und Daniel Holtz dort, im ehemaligen Hotel Wacholderheide an der Dorfstraße, ins Leben gerufen haben.

Nach dem Auftakt mit Sängerin Steffi Regner Ende August (AZ berichtete) wartet am morgigen Freitag ab 19.30 Uhr die nächste Veranstaltung im Foyer der „Kulisse“: die Solo-Revue „Man muss ab und zu verreisen“ von und mit Valentino Karl. Er nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise um den Globus quer durch die Operette und Hits der 1920er- und 1930er-Jahre.

Das Programm des Musical-Darstellers reicht von Walzern von Johann Strauß über Melodien der Fernseh-Operette, die durch Peter Alexander bekannt sind, bis zu neu entdeckten und rekonstruieren Jazzklängen von Paul Abrahams Meisterstücken.

Aufgrund der Corona-Auflagen müssen die Eintrittskarten online unter https://kulisse-eimke.de/kulisse-eimke-corona/ bestellt werden. Dort die Rubrik „Veranstaltungen“ und danach unter dem Termin am 10. September den Link „Info und Anmeldung“ anklicken. Dieser führt zur Kartenreservierung über ein Online-Formular. Die Tickets werden dann morgen an der Abendkasse der „Kulisse“ ausgegeben.

Das Foyer, das als kleiner Veranstaltungssaal dient, bietet übrigens 40 Plätze, erklärt Tamara Hasselblatt, Pressesprecherin der „Kulisse“, im AZ-Gespräch. „Es gibt dort eine sehr edle Einrichtung. Anthrazit und Gold sind die vorherrschenden Farben. Selbst die Heizkörper, die Türrahmen, die Regale der Bar und die Sektkelche sind in diesen Farben gehalten“, schildert sie.

Der elegante Stil der Einrichtung werde durch moderne Elemente, zum Beispiel bei den Mustern der Vorhänge, ergänzt. Der benachbarte große Saal der „Kulisse“ kann hingegen noch nicht genutzt werden. Er wird zum Veranstaltungsraum mit Bühne umgebaut.

Die Deko des Foyers haben Karl und Holtz in Absprache mit den Eigentümern des Gebäudes selbst entworfen. „Das ist ein Ambiente, das man eigentlich nur aus der Großstadt kennt“, schwärmt Hasselblatt. Es sei eine bewusste Entscheidung von Karl und Holtz gewesen, nach Eimke zu ziehen und dort ein freies Theater zu gründen. „Sie wollen die Kultur aufs Land bringen. Man muss dazu nicht nach Hamburg oder Sylt fahren“, erklärt die Sprecherin der „Kulisse“.

Und die Veranstaltungsreihe im Foyer geht weiter. Unter dem Titel „Herz, Schmerz und Terz“ singt Annette Krossa am 25. September Lieder über die Liebe und das Leben. „Aus Liebe zur Musik“ heißt es am 10. Oktober beim Konzert der Mezzosopranistin Franziska Buchner. Am 22. Oktober präsentiert Musical-Darstellerin Noraleen von der Post ihr Soloprogramm. Rund um Marlene Dietrich geht es am 6. November beim musikalisch-szenischen Abend mit Schauspielerin und Sängerin Christa Krings. Und am 12. Dezember bietet Tom Dewulf Comedy unter dem Motto „Irgendwas ist immer“. Mehr zum Programm des freien Theaters gibt es unter www.kulisse-eimke.de.

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