Samtgemeinde denkt über bauliche Erweiterung im Sommer nach

Mehr Anmeldungen als Plätze: Module für die Suderburger Kita?

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Im DRK-Kindergarten in Suderburg stehen 100 Vormittagsplätze zur Verfügung. Für das kommende Betreuungsjahr liegen aber schon 110 Anmeldungen vor. Auch in der örtlichen Krippe übersteigt die Nachfrage die vorhandenen Plätze.

Suderburg. Deutlich gestiegene Anmeldezahlen in der DRK-Kindertagesstätte Suderburg bereiten der Samtgemeinde Sorgen. Das berichtete Fachbereichsleiter Reinald Müller in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates. Während die Situation zum 1.

Reinald Müller

August in den Kitas in Eimke und Gerdau entspannt sei, gebe es in Suderburg mehr Anmeldungen als vorhandene Plätze. Betroffen ist unter anderem die DRK-Krippe. „Nach derzeitigem Kenntnisstand sind dort 44 Kinder zum Sommer angemeldet worden. Es gibt es aber nur 30 Plätze“, teilte Müller dem Rat mit. „Wir müssen uns also eine Lösung einfallen lassen.“ Allerdings sei es nicht so, dass alle 44 Kinder schon ab August die Suderburger Krippe besuchen werden. Vielmehr geht Müller davon aus, dass die Kinder schrittweise im Verlauf des Jahres dazukommen werden. „Ein Anbau an der Krippe wird in dieser Kürze kaum möglich sein“, meinte Müller. Eine Alternative wäre für ihn, Module auf dem Kita-Gelände aufzustellen.

Auch im Kindergarten Suderburg übersteigt die Nachfrage die vorhandenen Plätze. „Dort stehen 100 Vormittagsplätze zur Verfügung. Uns liegen zum 1. August aber bereits 110 Anmeldungen vor“, sagte Müller. Diese Zahl könnte sogar noch steigen. Denn bis zum 1. Mai haben die Eltern von „Kann-Kindern“ Zeit, den Einschulungstermin ihrer zwischen Juli und September 2012 geborenen Sprösslinge um ein Jahr zu verschieben. Müller schätzt, dass sich dadurch fünf bis sieben zusätzliche Anmeldungen im Kindergarten ergeben könnten.

Die Schaffung weiterer Nachmittagsplätze sei aber keine Option, weil fast alle Eltern eine Vormittagsbetreuung ihrer Kinder wünschten. Auf das örtliche Jugendzentrum auszuweichen, komme ebenfalls nicht in Betracht, denn dafür müssten dort erhebliche Umbaumaßnahmen, vor allem im Sanitärbereich, erfolgen, so Müller.

Auch die Nutzung von Räumen in der Suderburger Grundschule bietet sich nicht an. „Es gibt unterschiedliche Bedürfnisse der Kindergarten-Kinder und unserer Schüler“, erklärt die kommissarische Schulleiterin Christiane Drögemüller. So beginne die Kindergarten-Betreuung um 7 Uhr, der Unterricht aber erst um 7.45 Uhr. Die Abläufe am Vormittag seien ohne räumliche Trennung im Gebäude nicht möglich. Zudem benötige die Grundschule aufgrund der inklusiven Beschulung ihre Räume selber.

Deshalb kommt nach Ansicht von Müller auch für den Kindergarten nur eine Modul-Lösung in Betracht. Darüber müssen die politischen Gremien entscheiden. Nun will die Samtgemeinde prüfen, welche Fördermittel es für die Erweiterung von Krippe und Kindergarten gibt. „Für dieses Jahr wird es mit Zuschüssen aber nichts mehr werden“, betonte der Fachbereichsleiter.

Von Bernd Schossadowski

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