Ausschüsse geben grünes Licht für Nutzung des Areals / Interessent plant Mehrfamilienhäuser

Mini-Baugebiet im Herzen Suderburgs

Auf dieser etwa 4000 Quadratmeter großen Fläche westlich der Bahnhofstraße in Suderburg soll Wohnbebauung angeboten werden. Der Bau- und der Verwaltungsausschuss der Gemeinde gaben dafür jetzt grünes Licht.
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Auf dieser etwa 4000 Quadratmeter großen Fläche westlich der Bahnhofstraße in Suderburg soll Wohnbebauung angeboten werden. Der Bau- und der Verwaltungsausschuss der Gemeinde gaben dafür jetzt grünes Licht.
  • Bernd Schossadowski
    vonBernd Schossadowski
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Suderburg – Das neue Baugebiet „Westlich der Bahnhofstraße IV“ in Suderburg wirft seine Schatten voraus. 47 Grundstücke sollen dort geschaffen werden.

Unterdessen hat die Politik die Weichen für ein weiteres, deutlich kleineres Baugebiet gestellt, das nur wenige hundert Meter davon entfernt – im Herzen Suderburgs – erschlossen werden soll. Die südlich einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofstelle an der Bahnhofstraße gelegene Grünfläche ist etwa 4000 Quadratmeter groß.

Der Bau- und der Verwaltungsausschuss haben für dieses Vorhaben jetzt unabhängig voneinander grünes Licht gegeben. Über die Änderung des Bebauungsplans entscheidet der Gemeinderat am Donnerstag, 28. Januar. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Hösseringer Sporthaus am Hellbergsweg 11.

„Auf der Fläche ist bis zu zweigeschossige Bebauung erlaubt, zum Beispiel zwei Doppel- oder vier Einzelhäuser“, sagte Volker Warnecke vom gleichnamigen Planungsbüro aus Braunschweig in der Bauausschuss-Sitzung. Bis zu 40 Prozent des Grundstücks dürften versiegelt werden, hinzu kämen die Zufahrten und Nebenanlagen. Vorgeschrieben sei auch, dass der Investor im nördlichen Bereich des Mini-Baugebiets einen drei Meter breiten Pflanzstreifen anlegen muss.

Die Planungsunterlagen wurden bereits öffentlich ausgelegt. Parallel dazu fand die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange statt. Dabei seien zwar zahlreiche Stellungnahmen eingegangen, diese stünden den Planungen aber nicht entgegen, erklärte Warnecke. Unter anderem wies das Umweltamt des Landkreises darauf hin, dass das auf den Hof- und Verkehrsflächen anfallende Regenwasser über Mulden und Rigolen versickern muss.

Von den Bürgern gab es ebenfalls mehrere Stellungnahmen. Unter anderem wurde moniert, dass ein naturnahes Areal überplant werde, ohne dafür eine zusätzliche Ausgleichsfläche zu schaffen. „Den Grüngürtel als Ausgleichsfläche im nördlichen Bereich des Grundstücks werden wir natürlich weiterhin erhalten“, versicherte Warnecke.

Außerdem stellten Bürger den Bedarf an Baugrundstücken in Suderburg und die geplante Bebauung an dieser Stelle in Frage. „Der Bedarf ist nach wie vor da“, betonte Warnecke. Und die Maxime für die Nutzung freier Flächen im Bereich bestehender Bebauung sei, dass die alte Siedlungsstruktur noch immer zu erkennen sein müsse.

In der Bauausschuss-Sitzung meldete sich bereits ein Interessent für den Kauf des Grundstücks. Der Suderburger hat dafür auch schon konkrete Pläne und legte dazu Entwurfsskizzen vor. Er möchte auf der Fläche drei zweigeschossige Mehrfamilienhäuser bauen. In jedem Haus sollen vier Wohnungen in einer Größe von jeweils 80 bis 83 Quadratmetern geschaffen werden. Alle sechs Wohnungen im Erdgeschoss sollen barrierefrei sein.

Bei den Gebäuden setzt der Kaufinteressent auf Energie-Einsparungen. Unter anderem sind auf den Dächern der geplanten Mehrfamilienhäuser Warmwasser-Aufbereitungsanlagen vorgesehen. Die Wohnungen sollen moderne Gasheizungen und zweifachverglaste Fenster bekommen. Ob der Suderburger letztlich den Zuschlag für die Fläche bekommt, werden die Kaufverhandlungen mit der Gemeinde ergeben.

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