Samtgemeinderat verabschiedet Haushalt 2019 mit 20.000 Euro Überschuss

Mehr Geld für die Feuerwehren in der Samtgemeinde Suderburg

+
Die Feuerwehren der Samtgemeinde Suderburg, hier eine Aufnahme von den Wettkämpfen im Juni in Räber, erhalten 2019 mehr Geld. Das hat jetzt der Samtgemeinderat entschieden und den Haushalt 2019 mit großer Mehrheit verabschiedet.

Suderburg. Die Samtgemeinde Suderburg wird 2019 mehr Geld für den Brandschutz ausgeben als in diesem Jahr. Unter anderem wird bessere Schutzbekleidung angeschafft.

Im Ergebnishaushalt sind insgesamt 246 100 Euro für die Feuerwehren angesetzt, bislang waren es nur 212 100 Euro.

Mit großer Mehrheit verabschiedete der Samtgemeinderat den Etat für das kommende Jahr. 15 Ratsmitglieder stimmten dafür, Götz Schimmack (parteilos) war dagegen, Stefan Kleuker und Elvira Hentschke (beide CDU) enthielten sich der Stimme. Das Zahlenwerk weist einen Überschuss von 20 000 Euro aus – bei Erträgen von 4,84 Millionen Euro und Aufwendungen von 4,82 Millionen Euro.

Erfreut über den positiven Etat war Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz. Ähnlich gut sehe es in den Mitgliedsgemeinden Eimke, Gerdau und Suderburg aus. Die Selbstentschuldung in allen vier Kommunen könnte bereits mit dem Jahresabschluss 2017 gelingen, je nachdem was die Prüfung der Jahresrechnungen ergebe. Damit habe man das Ziel deutlich früher erreicht als gedacht. „Alle alten Fehlbeträge wären dann abgebaut“, sagte Schulz.

Lobende Worte für den Haushalt fand auch CDU-Fraktionschef Wilhelm Schröder. „Unsere Samtgemeinde ist gut aufgestellt, wir können sehr zufrieden sein“, meinte er. Die Aufstockung der Mittel für die Feuerwehren sei wichtig, weil damit das ehrenamtliche Engagement der Brandschützer gewürdigt werde. Auch die geplante personelle Aufstockung der Samtgemeinde – es soll ein neuer Bauingenieur eingestellt werden – ist nach Ansicht von Schröder absolut sinnvoll.

Dem pflichtete SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Mietzner bei. Die Ausschreibung dieser Stelle sei „eine wichtige Entscheidung“, denn der Baubereich müsse „unbedingt verstärkt werden“. Zudem äußerte Mietzner die Hoffnung, dass 2019 einheitliche Regeln für die Finanzierung und Nutzung der Samtgemeinde-Friedhöfe gefunden werden.

„Wir haben einen soliden Haushalt hinterlegt“, lautete das Urteil von Dierk Pellnath (WSL). Dass die Samtgemeinde einen Überschuss erwarte, „heißt nicht, dass wir in Zukunft groß über die Stränge schlagen dürfen“, mahnte er. Zugleich hofft Pellnath, dass der Bund für die lang ersehnte Sanierung des Suderburger Sportzentrums (AZ berichtete) Zuschüsse gewährt.

Auch Hans-Hermann Hoff (Grüne) unterstützte den Haushalt. Wichtig für ihn ist, dass der Sitzungsraum im Rathaus renoviert und das 35 Jahre alte Mobiliar erneuert wird. „Das ist nicht mehr zumutbar“, kritisierte Hoff. „Wir haben den schäbigsten Sitzungsraum im ganzen Landkreis.“

Als Einziger stimmte Götz Schimmack gegen den Etat. Zuvor war er mit zwei Anträgen gescheitert. Er hatte gefordert, den jährlichen Zuschuss der Samtgemeinde für den Bücherbus von 2000 auf 4000 Euro zu erhöhen. Zudem lehnte Schimmack es ab, weitere 4000 Euro in neue Möbel für den Sitzungsraum zu investieren. Damit könne ein Zeichen gegen den Verbrauch natürlicher Rohstoffe gesetzt werden, erklärte er. Dem folgte die Ratsmehrheit aber nicht.

Von Bernd Schossadowski 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare