Suderburger Bauernrechnung: Gemeinde blickt zuversichtlich in die Zukunft / Tempomesstafel geplant

Mehr Einwohner, mehr Investitionen

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Bürgermeister Hans-Hermann Hoff (hinten links) begrüßte zahlreiche Besucher zur Suderburger Bauernrechnung.

koh Suderburg. In der Gemeinde Suderburg sind für dieses Jahr eine ganze Reihe an Investitionen geplant. Das kündigte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff (Grüne) am Sonnabend während der traditionellen Bauernrechnung an.

So sind für die Gestaltung des Kirchenumfeldes in Suderburg Mittel für Planungskosten eingestellt. Zudem soll der Spielplatz in der Wolfskuhle erneuert werden.

Die Grundschule mit derzeit 127 Schülern bekommt eine neue mediale Versorgung. Der VfL Suderburg kann sich auf Investitionen in eine Solaranlage freuen. Allerdings muss dazu zunächst die Sportförderrichtlinie der Gemeinde überarbeitet werden, was noch in diesem Jahr passieren soll. Für die studentischen Mitarbeiter des Jugendzentrums sind 7000 Euro im Etat vorgesehen und eine Geschwindigkeitsmesstafel mit Speicherfunktion soll Gewissheit über das Fahrverhalten, insbesondere im Bereich der Bahnhofstraße, bringen. „Mit einem Messprotokoll können wir gezielt mit der Polizei Kontakt aufnehmen, um Maßnahmen für die Verbesserung der Sicherheit zu ergreifen“, sagte Hoff. Die Pflege der Heidefläche am Tannrähm wird erstmals an eine Firma vergeben.

Bei den Einwohnerzahlen konstatiert Suderburg sogar einen „kräftigen Sprung nach oben“. 2835 Menschen leben derzeit in der Gemeinde – 65 mehr als im Vorjahr. 2011 waren es noch 2773 Einwohner gewesen. „Der demografische Wandel ist bei uns noch nicht brutal eingetreten“, erklärte der Bürgermeister.

Der größte finanzielle Brocken für die Gemeinde wird der Ankauf von Flächen für die Erweiterung des Baugebietes Tannrähmsblick sein. Dafür sind 300 000 Euro vorgesehen. Diese Flächen sollen als Lückenschluss zur Abrundung des Ortsbildes dienen.

Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz präsentierte ebenfalls gute Haushaltszahlen. Die Restschulden in Höhe von 64 305 Euro würden bis 2021 abgetragen und „nun sind auch wieder höhere Fördermittel möglich“. Zur Entlastung des Etats trage auch die Senkung der Kreisumlage um 2,5 Punkte bei. Die Kitas im Gemeindegebiet sind gut ausgelastet, nur elf freie Plätze stehen derzeit zur Verfügung.

In der Fragerunde ging es um den Zustand der Waldwege, die beim Holztransport regelmäßig zerfahren werden. Hier ist die Gemeinde als Eigentümerin zuständig, obwohl die Einnahmen für die Holzernte größtenteils privatwirtschaftlich erzielt werden. Als „skandalös“ wurde die Abholzung von Bäumen am Sportzentrum bezeichnet. Dies sei mit der Gemeinde nicht abgestimmt gewesen. Anwohner der Burgstraße wiesen auf Straßenschäden durch große Traktoren hin, die die enge Straße mit hoher Geschwindigkeit queren.

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