Kein Geld von der Gemeinde

Linksabbieger für Bohlsener Mühle: Gerdauer Rat lehnt Beteiligung ab

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Auf der B 71 muss für die nächste geplante Erweiterung der Bohlsener Mühle ein Linksabbieger eingerichtet werden. Die Kosten wird das Unternehmen allein tragen müssen, entschied die Gemeinde Gerdau.

Gerdau/Bohlsen – Weniger Kosten für die Bohlsener Mühle und nur eine Baustelle auf der B 71 statt zwei.

Die Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg hat der Gemeinde angeboten, den für die nächste Erweiterung der Bohlsener Mühle notwendigen Linksabbieger auf der Bundesstraße in einem Abwasch mit zu bauen, wenn ab August die Bundesstraße zwischen Bohlsen und Groß Süstedt erneuert wird.

Jetzt befasste sich der Gerdauer Rat mit dem Thema, denn der ursprüngliche zwischen Gemeinde und Bohlsener Mühle geschlossene Erschließungsvertrag wäre nicht mehr gültig, wenn der Bund den Bau des Abbiegers übernimmt. Darüber, dass der Bund den Bau übernehmen soll, war man sich im Gemeinderat auch einig. Nur die Aufteilung der Kosten zwischen Gemeinde und Bohlsener Mühle sorgte für Diskussionen.

Zur Wahl standen drei Möglichkeiten: Die Gemeinde übernimmt jegliche Ablösekosten, was einstimmig abgelehnt wurde. Die Bohlsener Mühle und die Kommune teilen sich die Kosten, wobei der Beitrag Gerdaus auf 5000 Euro gedeckelt wird, und Kosten unter 10 000 Euro jeweils zur Hälfte getragen werden. Oder die Bohlsener Mühle trägt die Ablösekosten allein, wofür sich der Rat bei sechs Ja-Stimmen, einer Enthaltung und vier Gegenstimmen entschied.

Vor allem die unbekannte Höhe der späteren Ablösekosten sorgte für Bedenken. „Für mich ist nicht überschaubar, was für Kosten am Ende auf uns zukommen“, erklärte Annegret Contermann (CDU). Daher sei sie für die Übernahme der Kosten durch die Bohlsener Mühle, so wie es auch bisher vertraglich geregelt gewesen sei. Auch Elvira Hentschke (CDU) sprach sich für die Kostenübernahme durch die Bohlsener Mühle aus. Die Gemeinde beteilige sich in Zukunft ohnehin durch die Pflege der Seitenräume an der Gemeindestraße am Unterhalt des Linksabbiegers und halte die Sichtachsen frei.

Bürgermeister Stefan Kleuker hingegen stimmte für die Kostenteilung. Diese Variante stelle einen Kompromiss dar. Aber auch er erklärte, dass es „unseriös sei, dafür überhaupt Ablösekosten zu verlangen“. Die Gelegenheit sei aber trotzdem günstig, weil die Kosten für den Linksabbieger deutlich sinken, wenn dieser im Rahmen einer größeren Sanierung eingerichtet wird, statt die Straße noch einmal zu sperren.

VON LARS LOHMANN

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