Meadow Festival begeisterte Zuschauer und „hat auf jeden Fall Zukunft“

Wo liegt Wacken? Suderburg is coming!

Mehr als nur ein Gitarrist: Das Band-Mitglied von „The Jancee Pornick Casino“ bewies Entertainer-Qualitäten.

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Suderburg. „Future is not fun“ ballern die Jungs von „Tequila & the sunrise gang“ ins Publikum – und das ist sich einig: Wo liegt Wacken? Suderburg is coming! Mit future und auf der Wiese und überhaupt.

Das war das Meadow-Festival in Suderburg

Das war das Meadow-Festival in Suderburg

Na ja, es ist saukalt an diesem Samstagabend und es hätten auch ein paar mehr Leute kommen können, aber sonst ist der Abend perfekt. Die Bands sind super, die Stimmung ebenso und bei Organisator Philip Gieleßen ist erst einmal die totale Leere im Kopf ausgebrochen. „Ich kann gerade gar nicht mehr denken“, meint er. Kein Wunder, nach all den anstrengenden Tagen. So schlimm ist es dann aber doch nicht und erste Schätzungen der Besucherzahlen lassen die Hoffnung keimen, dass sogar die Finanzen am Ende der langen Festival-Nacht stimmen werden.

Es ist Meadow-Festival in Suderburg und das Konzept der Organisatoren, ein Volksfest für alle zu bieten, ist aufgegangen. Das Publikum ist bunt gemischt, Jung und Alt und viele Kinder sind gekommen, aus Suderburg und aus Uelzen und auch von weiter her. So wie Mara Neugebauer aus Oldenburg, die von ihrer Freundin Katharina, die an der Ostfalia studiert, hergelockt wurde. „Ich bin jetzt zum zweiten Mal in Suderburg“, erzählt sie, und sie findet, dass gerade ziemlich cool hier ist.

Das meint auch Kai Benecke und der ist öfters hier. Er wohnt nämlich in Suderburg – und da ist es klar, dass ein Event wie dieses auf jeden Fall wahrgenommen wird. „Das Festival ist gut für Suderburg. Es ist ja sonst wenig los hier, hoffentlich gibt es eine Wiederholung“, sagt er.

Uschi Maier aus Bad Bodenteich hat vom Meadow Festival übers Internet erfahren und ihren Freund Thomas Meritt aus Mainz mitgebracht. „Unser Highlight war Eddy White. Eine Veranstaltung wie diese hat auf jeden Fall Zukunft“, sagt sie – und weil der Abend noch lang und das Programm vielfältig ist, machen die Beiden erst einmal eine Pause in der Hängemattenzone, später soll es dann weitergehen. Dass es besagte Zone und auch sonst jede Menge Drumherum gibt, verdanken die Organisatoren nicht zuletzt fleißigen Helfern aus Suderburg. „Wir sind seit Montag beim Aufbauen“, so Philip Gieleßen, „Und nach und nach kamen immer mehr Leute hinzu. Jungs aus dem Dorf haben die Ruhezone bereinigt, Bauern haben Holz gebracht, einige Mädchen haben die Bäume bemalt – irgendwie steckt hier eine Woche Entwicklung drin.“ Dieser ganze Vorlauf ist den Besuchern am Ende natürlich ziemlich egal, Hauptsache, die Laune stimmt. Und auch das hat geklappt: Finn, Jan und Arne aus Stadorf jedenfalls genießen das Ereignis. „Was wir bisher gehört haben, ist schon mal vielversprechend. Wir freuen uns auf den Rest des Abends“, meinen sie – und die Nacht kann kommen.

Am Ende sind es zehn Stunden live Musik und elf Bands, die Tag und Abend tragen, dazu örtliche Institutionen wie der Treffpunkt Buch, das DRK und die Anti-Atom-Bürgerinitiative – eine breite Basis, die Lust auf mehr macht.

Weitere Impressionen vom Meadow Festival in Suderburg in der Bilder-Galerie:

Von Chistine Kohnke

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