Studentenwerk Ost-Niedersachsen: Keine Überschüsse durch Mieten

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Wohnungssuche am Campus: Die Zimmer in Suderburg sind rar. Studierende müssen abwägen: Wollen sie in der Nähe des Campus Wohnen und dafür auch mehr zahlen? Foto: dpa

Suderburg. Die Vorwürfe von Suderburger Studierenden, die Mietpreise des Studentenwerkes Ost-Niedersachsen seien zu teuer (die AZ berichtete), stoßen auf Gegenwind.

Die Leistungen, die den jungen Leuten in den Wohnheimen geboten würden, wären mit denen anderer – auf den ersten Blick günstigerer – Anbieter nicht vergleichbar.

„Das Studentenwerk ist ein Non-profit-Unternehmen. Wir kalkulieren unsere Mieten kostendeckend, erzielen also keine Überschüsse“, betont Sönke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks Ost-Niedersachsen. Das Studentenwerk vermiete in einer anderen Struktur als private Vermieter. „Wir nehmen jede Studentin und jeden Studenten auf, ohne Einkommensnachweis der Eltern, ausländisch oder deutsch, alt oder jung. Das bedeutet, dass wir es auch mit nicht immer solventen Kunden zu tun haben“, erklärt Nimz. Entsprechende Mietausfälle müssten daher in die Kalkulation der Mietpreise einbezogen werden. „Außerdem stellen wir fest, dass wir durch die größere Anonymität in unseren Wohnheimen im Vergleich zu privaten WGs erheblich mehr Kosten für Instandhaltung, Reinigung und Sanierung haben. Auch dieses müssen wir natürlich in unserer Kalkulation berücksichtigen“, erklärt der Geschäftsführer, warum Wohnungen des Studentenwerkes dem ersten Eindruck nach preislich zum Teil nicht mit Privatanbietern oder den Angeboten der Gesellschaft für Wohnungsbau des Landkreises Uelzen (gwk) mithalten können.

Zudem sei die Ausstattung der Wohnheimzimmer hervorzuheben: Die Miete des Studentenwerks enthalte sämtliche Nebenkosten, also neben den sonst üblichen auch Heizung, Internet, Wasser, Hausmeisterkosten, Abfall, Reinigung der Gemeinschaftsflächen und eine Hausratsversicherung. In den Zimmern, die das Studentenwerk im frisch sanierten, ehemaligen Hotel Calluna, vermietet, seien auch die Stromkosten über die Miete abgedeckt. Nimz: „Außerdem sind die Zimmer des Studentenwerks möbliert.“ Günstigere Zimmer, beispielsweise des Konkurrenten gwk, seien unmöbliert und lediglich für die Möblierung vorbereitet.

Studierende des Campus Suderburg hatten in der vergangenen Woche die Mietpreise in Suderburg grunsätzlich – und die in den Wohnheimen des Studentenwerkes im Speziellen – kritisiert.

Von Wiebke Brütt

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