Experten diskutieren an der Ostfalia Suderburg

Lärmschutz an der Schiene

Suderburg. Mit einer Expertenrunde zum Thema Bahnlärm löste die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann am Wochenende ein Versprechen ein.

Nachdem Lühmann im vergangenen Herbst im Rahmen der Diskussionen um die Alternativen zur Y-Trasse die sogenannte „Alpha-Lösung“ vorgestellt hatte, die zu einem großen Teil den Ausbau der Bestandsstrecken bevorzugt, hatte sie versprochen, für ausreichende Informationen zum Lärmschutz zu sorgen.

Die wichtigste Information aus der Expertenrunde war die Nachricht, die das Eisenbahnbundesamt erst kürzlich veröffentlichte, die aber überwiegend nur in Fachkreisen wahrgenommen worden war: Die Öffentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung Schiene war noch vor Ablauf der Frist verlängert worden. Nun können die Bürger bis zum 30. Juni 2015 sich weiterhin online auf der Internetseite www.laermaktionsplanung-schiene.de beteiligen und auf diesem Weg zur Lärmaktionsplanung beitragen.

Lühmann hatte am Wochenende drei ausgewiesene Experten eingeladen, um den kommunalen Aufgabenträgern aber auch den Fachleuten aus den Bürgerinitiativen die Gelegenheit zu geben, Informationen zum aktiven und passiven Lärmschutz aus erster Hand zu erfahren.

Die drei Referenten gehörten bundesweit zu den Fachleuten, die Vorträge und Gutachten für Industrie und Verkehrsbetriebe erstellen und über Schallpegel, innovative Technik und Lärmschutz bescheidwissen. So referierten Christoph Eichenlaub von der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, Dipl. Ing. Michael Jäcker-Cüppers, Lehrbeauftragter an der TU Berlin für Lärmschutz, und Dr.-Ing. Urs Reichart von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) nacheinander und boten ihren Zuhörern ausreichend Gelegenheit Fragen zu stellen.

Für betroffene Bürger an der Schiene standen die Schallschutzmaßnahmen an ihren Häusern im Vordergrund. Anwohner des Suderburger Bahnhofs berichteten beispielsweise von ihren Erfahrungen mit Hausbesichtigungen, die durchgeführt worden waren. „Nur die als solche ausgewiesenen Schlafzimmer werden berücksichtigt“, bestätigte Urs Reichert, „auch wenn sie weitere Räume haben, die sie für die Nachtruhe nutzen wollen“.

Von Angelika Jansen

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare