Samtgemeinde Suderburg wird Eigenanteil von 105.000 Euro übernehmen

Klares Ja zum Umbau am Hardausee

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Der Kiosk am Hardausee soll erweitert und barrierefrei umgebaut werden. Das ist eine von mehreren Maßnahmen, die die Samtgemeinde Suderburg plant. Auf Beschluss der Politik soll sie einen Eigenanteil von 105.000 Euro leisten.

Hösseringen – Er ist eines der touristischen Highlights der Region: der Hardausee bei Hösseringen. Jetzt hat der Suderburger Samtgemeinderat bei einer Gegenstimme von Dirk-Walter Amtsfeld (CDU) beschlossen, das Umfeld des Sees aufzuwerten.

Geplant ist, für rund 481 000 Euro die Spundwand zu erneuern, eine Betonspur zum Kiosk zu bauen, den Weg zu beleuchten und das Kioskgebäude zu erweitern sowie barrierefrei umzugestalten.

Insgesamt 78 Prozent der Kosten werden gefördert, womit ein Eigenanteil von rund 105 000 Euro für die Samtgemeinde verbleibt. Ursprünglich war sogar mit einer Förderung von 95 Prozent gerechnet worden. „78 Prozent ist immer noch eine attraktive Förderung. 95 Prozent waren zu schön, um wahr zu sein“, sagte Jörg Hillmer (CDU). Das Projekt sei wichtig für die Region, die ganze Samtgemeinde könne davon touristisch profitieren.

Hans-Hermann Hoff (Grüne) appellierte an den Solidargedanken innerhalb der Samtgemeinde. Allein könne die Gemeinde Suderburg die Kosten nicht stemmen und bekomme auch keine Förderung für das Projekt.

Anders sah das Amtsfeld. Er betonte, dass er nur zustimmen werde, wenn sich die Gemeinde Suderburg verpflichtet, höhere Kosten allein zu tragen. „Einen Blankoscheck werde ich nicht unterschreiben“, erklärte der Eimker Gemeindebürgermeister. Man brauche einen Kostendeckel. Zudem fehle ihm ein Nutzungskonzept für den Kiosk. „Es ist verwunderlich, dass dann so viel Geld ausgegeben wird“, sagte Amtsfeld.

Stefan Kleuker verwies auf den touristischen Wert des Hardausees. „Ich bin froh, dass wir Gespräche geführt haben. Ich vertraue der Kostenschätzung“, sagte der CDU-Politiker. Er stimme auch zu, „weil die Solidarität in der Samtgemeinde wichtig ist“. Ulrich Mietzner (SPD) rief dazu auf, die Fördermittel richtig zu nutzen: „Wenn wir die Zuschüsse versaubeuteln, haben wir mit Zitronen gehandelt.“ Daher müsse man das Projekt genau im Auge behalten. Das betonte auch Stephan Appelt (CDU). Da die Samtgemeinde das Projekt finanziere und damit auch für mögliche Zusatzkosten aufkomme, müssten die Gremien stets gut über Kostenentwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden. „Damit am Ende des Tages nicht plötzlich das große Erwachen kommt“, so Appelt.

Bauamtsleiter Rüdiger Lilje erklärte, zunächst müsse eine Fristverlängerung für die Förderung beantragt werden. „Wenn die kommt, wird gebaut, wenn nicht, dann nicht“, betonte er. Über etwaige Kostensteigerungen bei den Ausschreibungen der Gewerke würden die Gremien auch informiert.

VON LARS LOHMANN

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