Museumsdorf Hösseringen plant 2018 wieder viele Veranstaltungen / Besucherzahlen leicht gesunken

Vom Klangrausch bis zum Apfelfest

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Das Klangrauschtreffen, hier eine Aufnahme aus dem Sommer 2017, bietet das Museumsdorf auch in diesem Jahr wieder an. Zu den Großveranstaltungen 2018 gehören auch der Handwerkertag, das Apfelfest und der Kunsthandwerkermarkt.

Hösseringen. Das Museumsdorf Hösseringen hat im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang der Besucherzahlen verzeichnet. Das berichtete Dr. Ulrich Brohm, Geschäftsführer des Vereins für das Museumsdorf, jetzt in der Mitgliederversammlung.

Insgesamt wurden 28 354 Besucher gezählt – das waren 891 weniger als 2016. „Der Hauptgrund war der verregnete Sommer. Wir hatten große Verluste zwischen August und Oktober“, sagte Brohm.

Dr. Ulrich Brohm

Im Gegensatz dazu blieben die Einnahmen aus Eintrittsgeldern stabil. 2017 betrugen sie rund 103 000 Euro und lagen damit nur 127 Euro unter den Vorjahres-Erlösen. „Beim Schlepperveteranentreffen hatten wir nämlich den Eintritt um einen Euro erhöht“, erklärte Brohm. Das Treffen war mit 1735 Besuchern – 550 mehr als bei der vorherigen Auflage im Jahr 2015 – auch einer der Publikumsmagneten des Museums. Ein weiterer Höhepunkt war der „Tag der Tiere“, zu dem 760 Gäste begrüßt wurden. „Wirklich eine schöne Entwicklung“, freute sich Brohm.

Für 2018 plant das Museumsdorf fünf große Veranstaltung: Handwerkertag, Klangrauschtreffen, Erntedankfest, Apfelfest und Kunsthandwerkermarkt. Hinzu kommen neun kleinere Events: von der Fledermausnacht über den Tag der Tiere bis zum Lichte-stippen. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

Wegen der großen Nachfrage sollen zwei laufende Sonderausstellungen um ein Jahr bis Ende 2018 verlängert werden: „Und ist der Handel noch so klein“ über den ländlichen Einzelhandel in der Heide und „Zweite Kasse!“ des Cartoonisten Wolf-Rüdiger Marunde.

Brohm kündigte noch ein weiteres Projekt an: „Wir werden das Haus Eschede für Besucher erschließen. Dort wollen wir eine Dauerausstellung einrichten. Am 2. September soll sie eröffnet werden.“ Das in den 1840er-Jahren gebaute Haus wurde lange Zeit als Imkerei genutzt und steht seit 1980 leer. Das Museumsdorf konnte die Einrichtung der letzten Bewohnerin fast vollständig übernehmen. Den Besuchern soll künftig der authentische Zustand des Jahres 1951 präsentiert werden.

Darüber hinaus wird die Sanierung historischer Gebäude fortgesetzt. Unter anderem sollen mehrere Stroh- und Reetdächer repariert werden. Das diene der „Sicherung und Inwertsetzung des Bestehenden“, so Brohm. „Es ist eine Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung.“ Das Museumsdorf könne diese Investitionen nun umsetzen, denn es habe 2017 einen Überschuss von 15 700 Euro erzielt, berichtete Schatzmeister Jan Dammann.

Unabhängig davon werden 2018 die Eintrittspreise erhöht: von 5 auf 6 Euro für Erwachsene und von 2,50 auf 3 Euro für Schwerbehinderte, Studenten und Auszubildende. Gäste unter 18 Jahren haben weiterhin freien Eintritt.

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