SPD fordert Verfilmung der Schmutzwasserkanäle in der Samtgemeinde Suderburg

Keiner weiß, wie es unten aussieht

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Nur bei akuten Fällen oder wenn eine Straße neu gebaut wird, fallen Schäden im Abwassernetz der Samtgemeinde Suderburg auf. Die SPD fordert ein Kanalkataster. Dazu müssten alle Leitungen verfilmt werden.

Suderburg. Spülung betätigen und weg! Wohin das Geschäft ebenso wie das Wasser aus der Dusche geht, darüber macht sich keiner Gedanken. Und der Weg des Abwassers durch die Kanalisation entzieht sich den Blicken.

Die SPD in der Samtgemeinde Suderburg warnt jetzt vor unkalkulierbaren Schäden im Schmutzwassernetz und fordert einen auf zehn Jahre angelegten Investitionsplan. Der Bauausschuss lehnte den Vorstoß jetzt allerdings mit vier zu einer Stimme ab.

„Die Kanäle sind zwischen 45 und 55 Jahre alt. Es hat keine Unterhaltung stattgefunden“, warnte Manfred Mikulla jetzt im Bauausschuss. „Uns brechen die Kanäle und Schächte zusammen.“ So habe sich beim Neubau der Hauptstraße in Suderburg gezeigt, dass die Kanäle marode waren. Es werde jeweils nur reagiert, wenn Schäden auftreten, kritisierte der SPD-Politiker, der zugleich Vorsitzender des Bauauschusses ist. Die Reparatur koste dann das Zehnfache. Was aus seiner Sicht fehlt: eine Übersicht über die Schäden im Abwassernetz. Sie sei die Voraussetzung, damit notwendige Investitionen nach Dringlichkeit geplant werden könnten.

Von Gerhard Sternitzke

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