Dreilingen: Dorfgemeinschaft verweigert Arbeiten, solange keine Lösung gefunden ist

Keine Pflege fürs Keller-Grundstück

Der Stein des Anstoßes: Die Zukunft des so genannten Keller-Grundstückes in Dreilingen ist ungewiss, deshalb will die Dorfgemeinschaft noch nicht die Pflege übernehmen. Foto: Ph. Schulze

Dreilingen. Gegenüber des Untypischen Gasthauses, dort, wo in Dreilingen einst das Gasthaus Keller stand, befindet sich inzwischen Brachland. „Es wird bis heute immer noch das Keller-Grundstück genannt“, weiß der Dreilinger Wilhelm Johannes.

Dieses Keller-Grundstück sorgt allerdings für Unmut im Ort, denn niemand pflegt dieses Brachland.

„Die Gemeinde hatte das Grundstück vor drei Jahren im Rahmen der Zwangsversteigerung erworben“, sagt Bürgermeister Dirk-Walter Amtsfeld. Es besteht aus zwei Flurstücken. Eines davon sollte eigentlich der benachbarte Anlieger kaufen, doch daran hakt es im Moment. Denn der aktuelle Preis ist doppelt so hoch wie ursprünglich gedacht, da das Grundstück zu einem höheren Preis ersteigert wurde als geplant. Der andere Teil sollte hingegen der Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. Doch die sieht derzeit nicht ein, die Pflege des gesamten Grundstücks zu übernehmen. „Es ist unklar, was in der Gänze passiert. Nachher wird es komplett an einen dritten Anbieter verkauft“, so die Befüchtung eines Mitglieds der Dorfgemeinschaft, der seinen Namen nicht nennen will. Der Teil, den die Dorfgemeinschaft bekommen soll, befindet sich nämlich im Bebauungsplan, das Grundstück, das der Anlieger haben will, hingegen nicht. Und so will die Dorfgemeinschaft, dass möglichst – jenseits aller politischen Diskussionen – schnell eine Lösung gefunden wird, damit sie das Grundstück wieder auf Vordermann bringen kann.

Von Jörn Nolting

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