Suderburger Bauausschuss lehnt SPD-Antrag zu Abwasser-Sanierung mehrheitlich ab

Kein Konzept mehr in diesem Jahr

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Die Abwasserrohre für die Suderburger Hauptstraße liegen bereit: Die Suderburger Sozialdemokraten wünschen sich ein Konzept für die Abwasserkanal-Sanierung des ganzen Ortes.

Suderburg. Ein Abwasser-Sanierungskonzept für die Samtgemeinde Suderburg wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Die SPD-Fraktion hatte beantragt, für den Ort Suderburg ein solches Konzept zu erstellen. Die Mehrheit des Bauausschusses gab jedoch keine Empfehlung ab.

Nur der Vorsitzende Manfred Mikulla (SPD), von dem die Idee stammt, stimmte natürlich für die Erstellung eines Konzepts.

„Wir haben gerade dieses Regenereignis gehabt. Mit den Kanälen marschieren wir auf dem Zahnfleisch“, begründet der Suderburger Sozialdemokrat seinen Forderung. In all den Jahren und Jahrzehnten seien keine Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt worden. „Jetzt bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt wurden die alten Kanäle rausgerissen und ersetzt“, stellt Mikulla fest. Das Konzept will er erstellen lassen, damit die Samtgemeinde weiß, was an Kosten noch kommt.

„Der Antrag ist fachlich gut und zu befürworten“, findet Udo Depner (CDU). Allerdings befürwortet der Christdemokrat, die Idee erst in die Haushaltsberatungen für nächstes Jahr einzubringen. Denn hätte der Ausschuss zugestimmt, müsste ein Nachtragshaushalt 2013 aufgestellt und beschlossen werden, falls eine Umsetzung vor 2014 erfolgen sollte. Doch Manfred Mikulla will nicht so lange warten: „Wir müssen uns der Problematik zuwenden. Es geht darum, wenn Mittel erforderlich sind, sie aus dem Abwasserhaushalt zu nehmen.“ In diesem Jahr hätte er sich gewünscht, dass die Kanäle befahren worden wären. „Die Kosten für die Befahrung sind gering – das Konzept wird teuer“, weiß der Suderburger Sozialdemokrat.

„Es brechen keine Kanäle zusammen“, betont Rüdiger Lilje, Leiter des Fachbereichs Bau im Suderburger Rathaus. Priorität haben für Lilje in diesem Jahr die Kläranlagen. 120 000 Euro investiert die Samtgemeinde, um die Kläranlage zu modernisieren. Angeschafft wird ein sogenannter Bandeindicker, der im Februar des nächsten Jahres in Betrieb genommen werden soll. Der Antrag der SPD stieß nicht auf taube Ohren, kommt aber für die meisten Ausschussmitglieder zu früh: „Wir tun uns jetzt keinen Gefallen. Die Leitungen sehen zwar nicht gut aus, aber sie brechen nicht zusammen. Das Konzept sollte lieber im nächsten Jahr erstellt werden“, findet Udo Depner.

Von Jörn Nolting

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