Diskussion ums Sportzentrum

Kein Geld für geplante Investitionen? Suderburg erwartet für 2021 Steuereinbrüche

Eigentlich ist die Teilsanierung des Suderburger Sportzentrums längst beschlossen. Doch es ist unklar, ob sich die Baumaßnahme angesichts der erwarteten Steuereinbrüche wie geplant umsetzen lässt.
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Eigentlich ist die Teilsanierung des Suderburger Sportzentrums längst beschlossen. Doch es ist unklar, ob sich die Baumaßnahme angesichts der erwarteten Steuereinbrüche wie geplant umsetzen lässt.

Suderburg – Welche Auswirkungen werden die befürchteten Einnahmen-Einbußen im Zuge der Corona-Krise auf die Investitionen der Samtgemeinde Suderburg haben? Darum ging es in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates.

Auslöser der Diskussion war eine Anfrage von Stephan Appelt (CDU) zur geplanten Teilsanierung des Suderburger Sportzentrums.

„Im Moment ist nicht ersichtlich, dass sich starke Steuereinbrüche ergeben“, sagte Verwaltungschef Thomas Schulz. Bislang habe es, mit Ausnahme der Restaurants, kaum Anträge von Unternehmen an die Samtgemeinde gegeben, die Gewerbesteuerzahlungen zu stunden oder auf Null zu setzen. Für 2021 erwartet Schulz jedoch starke Rückgänge bei den Steuereinnahmen. „Wir müssen dann schauen, ob wir das mit unseren Rücklagen kompensieren können, und vielleicht neu über investive Maßnahmen im Rat entscheiden“, sagte er.

Das stieß bei Appelt auf Unverständnis. „Der Haushalt ist beschlossen. Warum setzen wir diese Maßnahmen nicht um?“, wunderte er sich, speziell mit Blick aufs örtliche Sportzentrum. Wie berichtet, sollen in dem in die Jahre gekommenen Gebäude die Duschen und Umkleiden modernisiert sowie die Heizung samt Warmwasserversorgung erneuert werden.

„Dafür gibt es bereits einen Haushaltsansatz in Höhe von 233 000 Euro“, teilt Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje auf AZ-Anfrage mit. Aus dem zweiten Teil des Kommunal-investitionsförderungsgesetzes (KIP 2) erhalte die Samtgemeinde von Bund und Land insgesamt 79 800 Euro als Zuschuss. Zeitliche Not bei der Umsetzung dieser Maßnahme gebe es nicht. „Die Fristen für dieses Programm wurden um ein Jahr bis Ende 2023 verlängert“, erklärt Lilje. Einen Zeitplan für die Teilsanierung des Sportzentrums gebe es aber noch nicht. Die Umsetzung müsse mit dem Planer besprochen werden.

Auch Ratsherr Dierk Pellnath (fraktionslos) zeigte sich verwundert, dass die Finanzierung dieser Maßnahme wegen möglicher Steuereinbrüche infrage gestellt werden könnte. „Wir haben seinerzeit beschlossen, was wir umsetzen wollen. Das dürfen wir im Zuge der Corona-Pandemie nicht aufs Spiel setzen“, betonte er. Sein Appell an Rat und Verwaltung: „Wir ziehen das jetzt durch. Wir lassen uns den Wind nicht aus den Segeln nehmen.“

Das sah CDU-Fraktionschef Wilhelm Schröder genauso. „Wir sollten das anschieben und demnächst die Ausschreibungen vorbereiten“, sagte er hinsichtlich der Arbeiten im Sportzentrum. „Es wird in der Zukunft sicherlich nicht billiger werden.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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