Baustelle in Suderburg: Querelen um Abkürzung und Umleitung

(K)ein einfacher Weg

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Hinterm Wohnmobil geht’s weiter: Der Pfad zwischen Burgstraße und Poppelreunsweg war bis vor kurzem gesperrt, nun darf sie wieder genutzt werden.

Suderburg. Es hätte die perfekte Umleitung der Suderburger Hauptstraße für Radfahrer und Fußgänger sein können: der Verbindungsweg zwischen Burgstraße und Poppelreunsweg.

Doch eben dieser Weg, der von der Suderburger Kirche zum Poppelreunsweg führt, wurde Anfang Juli von der Gemeindeverwaltung gesperrt.

Schon im Juni stand dieser Weg im Blickpunkt, denn es wurde zunächst eine direkt neben dem Wegeflurstück auf Privatgrund vom Besitzer vorhandene Überfahrt für Autos und Zweiräder unbefahrbar gemacht, dann komplett entfernt. Einen Monat später folgte dann die Sperrung seitens der Gemeinde, die allerdings inzwischen schon wieder aufgehoben ist. Über dem Poppelreunsbach liegt seit Kurzem eine Stahlplatte, so dass Fußgänger und Radfahrer den Weg, der mehr einer Wiese gleicht, nutzen können.

Jörg Hillmer hätte seitens der Gemeinde erwartet, dass der von ihm betitelte „Kirchweg“ während der Zeit der Baumaßnahmen in der Hauptstraße so vorbereitet worden wäre, dass er als Umleitung für Fußgänger und Radfahrer hätte gebraucht werden können. So nutzten eben jene Verkehrsteilnehmer seinen Hof, der zwischen Burgstraße und Poppelreunsweg liegt, um abzukürzen. „Ich hatte angeboten, dass mein Hof von Schulkindern genutzt werden darf“, erläutert Hillmer. Dafür bekam er den Rückhalt des Landkreises, falls etwas passiert wäre. Doch die Folge war, dass nicht nur Schulkinder, sondern auch zahlreiche Motorräder und Autos die Abkürzung über Hillmers Hof nutzten. „Kommt es zu einem Unfall oder Schaden, müsste ich dafür haften“, ärgert sich der Suderburger und betont deshalb die Dringlichkeit, den Kirchweg als mögliche Umleitung einzurichten. Den Fehler sieht er bei der Gemeinde.

Reinald Müller, Suderburgs stellvertretender Gemeindedirektor, verweist in Sachen Verbindungsweg nur auf den nächsten Bauausschuss der Gemeinde: „Im Rahmen dieser Sitzung wird es nochmal durchdacht und das Thema aufgegriffen.“ Doch auch Anwohner der Hauptstraße fordern die Bereitstellung des Weges: Landwirt Wolfgang Hinrichs, der den Weg bisher regelmäßig während der Heuernte genutzt hatte, schlägt vor, die Verbindung mit Bruchmaterial aus der Hauptstraße zu befestigen und die Überfahrt – dort, wo jetzt die Stahlplatte liegt – sofort wieder zu verrohren.

Von Jörn Nolting

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