Streit um Bauwerk in Dreilingen beigelegt / Samtgemeinde wird Eigentümer

Dreilingen: Kapelle wechselt den Besitzer

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Die Friedhofskapelle in Dreilingen soll künftig von der Samtgemeinde verwaltet werden.

Suderburg – Die Übernahme der Friedhofskapelle in Dreilingen durch die Samtgemeinde hatte im Bauausschuss der Samtgemeinde Suderburg noch für kontroverse Diskussionen innerhalb der Lokalpolitik gesorgt.

Davon war jetzt bei der Haushaltssitzung des Samtgemeinderates keine Spur mehr zu erkennen. Vielmehr wurde von allen Seiten der Solidaritätsgedanke hochgehalten.

„Eine Samtgemeinde ist keine Liebesheirat, sondern ein gegenseitiges Geben und Nehmen“, sagte Hans-Herrmann Hoff (Grüne). So wie die Gemeinde Suderburg von der Unterstützung der Samtgemeinde für den Hardausee profitiere, hätten eben auch Gerdau und Eimke das Recht auf Unterstützung und Solidarität. Im Bauausschuss habe es sich noch anders dargestellt. Wenn man aber über den Tellerrand schaue, müsse man auch zustimmen. Der Streit zuvor habe an den Grundfesten der Samtgemeinde gerüttelt, erklärte Hoff.

Dierk Pellnath (WSL) räumte ein, dass er bei der Kapelle dem Bürgermeister von Eimke, Dirk-Walter Amtsfeld, unrecht getan habe und sich daher bei ihm entschuldige. „Wir stimmen zu, damit ein Haken hinter Sache gemacht wird“, erklärte Pellnath.

Wilhelm Schröder (CDU) zeigte sich froh, das mit der Übergabe der Friedhofskappelle endlich alle Kapellen von der Samtgemeinde verwaltet werden. „Wir haben den letzten Akt in dieser Sache endlich vollzogen.“ Denn die anderen Friedhöfe wie etwa in Böddenstedt seien schon längst in den Händen der Samtgemeinde Suderburg.

„Über die Samtgemeinde-Friedhöfe haben wir intensiv diskutiert und eine einheitliche Regelung geschaffen“, erklärte auch Ulrich Mietzner (SPD). Es sei gut, dass es jetzt auch für die Kapelle in Dreilingen eine Lösung gefunden wurde.

Das Gebäude auf dem Dreilinger Friedhof wird laut Bauamtsleiter Rüdiger Lilje der Samtgemeinde von der Gemeinde Eimke übertragen. Sobald der Haushalt durch den Landkreis genehmigt sei, könnten dann die Renovierungsarbeiten für die Kapelle ausgeschrieben werden.

VON LARS LOHMANN

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