Grundsätzliche Einigung zwischen Juz-Mitarbeitern, Samtgemeinde und VfL Suderburg

Die Jugend zieht ins Sportzentrum

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Die beiden studentischen Mitarbeiter des Suderburger Jugendzentrums Julian Diekmann (links) und Nick Klär vor dem alten Juz, in dem derzeit eine 25-köpfige Kindergartengruppe untergebracht ist.

Suderburg. So viel steht fest: In Suderburg gibt es derzeit kein Jugendzentrum. Die Einrichtung an der Lindenstraße schloss wie üblich zu den Sommerferien. Und seit 1. August dient das Gebäude als zusätzlicher Standort für den DRK-Kindergarten (AZ berichtete).

Wo Jugendliche Billard spielten, tummelt sich jetzt eine 25-köpfige Kindergartengruppe. Ein Ausweichquartier für die Kinder und Jugendlichen des Juz ist aber wahrscheinlich gefunden: der sogenannte Auswertungsraum im Sportzentrum.

Als Ausweichquartier dient das Sportzentrum.

„Die Räumlichkeit würde die Samtgemeinde zur Verfügung stellen“, berichtet der stellvertretende Gemeindedirektor Reinald Müller. Das etwa 40 Quadratmeter große Zimmer sei gut für die Jugendarbeit geeignet. „Dieser Raum ist abgetrennt von den anderen Räumlichkeiten im Sportzentrum und über eine Außentür zu erreichen“, so Müller. Außerdem sei er schnell von der Grundschule und der Hardautalschule aus erreichbar.

Auch der VfL Suderburg habe dieser Nutzung grundsätzlich bereits zugestimmt. „Es ist die einzige Möglichkeit“, betont Müller. Die einzige Alternative, ein Büro über dem Einkaufszentrum, das der Gemeinde gehört, sei dagegen verworfen worden, weil es zu klein war.

Die studentischen Mitarbeiter Nick Klär und Julian Diekmann waren alles andere als glücklich über den Verlust des Juz-Gebäudes, das den Kindern und Jugendlichen verschiedene Rückzugs- und Betätigungsmöglichkeiten bot. Aber Klär sieht auch die Chancen der neuen Unterbringung im Sportzentrum. „Es bietet auch neue Möglichkeiten draußen“, erklärt der Student der Sozialarbeit. „Die Jugendlichen können auch die Sportmöglichkeiten nutzen.“ Das Konzept der Jugendarbeit könne entsprechend angepasst werden.

Der Jugend- und Sozialausschuss der Gemeinde Suderburg hat die Verwaltung jetzt beauftragt, noch einmal eingehendere Gespräche mit den studentischen Mitarbeitern und dem Sportverein zu führen. Dabei geht es nicht nur um die Räumlichkeit, sondern auch grundsätzlich um die Attraktivität der Jugendarbeit in Suderburg. „Weil die Inanspruchnahme des Jugendzentrums durch die Jugendlichen rückläufig war“, wie Müller erläutert.

Durchschnittlich zwischen sechs und acht Jüngere täglich nutzen das Juz, bei den älteren sind es fünf bis zehn, wobei die Zahlen von Tag zu Tag schwanken, wie Müller betont. Deshalb sei die Einrichtung nur noch drei Tage in der Woche geöffnet gewesen. Jugendliche und Mitarbeiter hätten sich über den Kurznachrichtendienst Whatsapp verabredet.

Wenn die Gespräche geführt sind, soll das Jugendzentrum „schnellstmöglichst“ starten, so Müller. Nur ein paar Ausstattungsgegenstände müssten noch ins Sportzentrum verfrachtet werden. „Unsere Intention ist es, dass das möglichst noch diese Woche stattfindet“, kündigt Müller an. Die Öffnungszeiten sollen wie im alten Juz bestehen bleiben.

Von Gerhard Sternitzke

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