Professor Wolf-Rüdiger Umbach wird Ehrenbürger von Suderburg

Ehemaliger FH-Präsident geehrt: „Er hat die Hochschule gerettet“

+
Wolf-Rüdiger Umbach (rechts) prägte über Jahrzehnte als Präsident der Hochschule Ostfalia auch Suderburg. Für seine Verdienste um den Hochschulstandort erhält er nun die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde.

Suderburg/Königslutter. Professor Wolf-Rüdiger Umbach, ehemaliger Präsident der Ostfalia Fachhochschule, wird Ehrenbürger von Suderburg. Das beschloss der Rat der Gemeinde Suderburg auf seiner Sitzung in Hösseringen einstimmig.

Den Vorschlag hatten sieben Einwohner eingebracht.

„Er hat die Hochschule in Suderburg gerettet als sie von der Leuphana zur Ostfalia kam“, erinnerte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff (Grüne) an den wichtigsten Verdienst des studierten Mathematikers um Suderburg. Und erhabe die Zukunft der Ostfalia in Suderburg entscheidend mitgestaltet. So wurde dort unter seiner Ägide etwa 2010 die neue Fakultät für Handel und Logistik gegründet. „Professor Umbach freut sich, unser Ehrenbürger zu werden“, berichtete Hoff.

Schon vor seiner Zeit als Präsident (1989 bis 2013), hatte Umbach reichlich Ostfalia-Erfahrung: Er war Dekan und unterrichtete insgesamt 88 Semester – also 44 Jahre – an der Fachhochschule. Zunächst Mathematik, später auch Klimatechnik. Außerdem war er mehrere Jahre im Vorstand der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen tätig, und ist immer noch Vorstandsvorsitzender des Studentenwerks Ostniedersachsen.

Doch die Hochschulkarriere ist nur eine Seite von Umbachs Leben. Bundesweite Bekanntheit erlangte er als Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga. Umbach pfiff von 1980 bis 1991 Profi-Spiele und leitete insgesamt 80 Bundesliga-Partien. 1991 erhielt er einen Fairness--Preis dafür, dass er ein Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Wattenscheid 09 nicht abbrach, obwohl er in der 14. Minute von einem Feuerzeug getroffen wurde und eine Weile, benommen am Boden lag. „Wegen eines Einzelnen wollte ich nicht alle anderen leiden lassen“, sagte Umbach damals und setzte sich so über eine anderslautende Anordnung des DFB hinweg.

Dem Sport ist Umbach auch nach seiner Schiedsrichterkarriere treu geblieben. Seit 1996 ist er ehrenamtlicher Präsident des Niedersächsischen Sportbundes und hat in dieser Funktion bis zu 200 zusätzliche Termine im Jahr. Daher seien die vergangenen 19 Jahre auch kein Pappenstiel gewesen. Vorstandstarbeit, Haushaltsplanungen sowie der Besuch von Turnieren und Veranstaltung nehmen ihn voll in Anspruch, berichtet der Träger des niedersächsischen Verdienstordens erster Klasse.

Von Lars Lohmann

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare