Millionenschweres Vorhaben an der B 71: Bohlsener Mühle wird erweitert

„Heute ist ein denkwürdiger Tag“

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Die Erweiterung der Bohlsener Mühle wirft ihre Schatten voraus – zur Freude des geschäftsführenden Gesellschafters Volker Krause (rechts) und des Geschäftsführers Manuel Pick. Auf dieser Fläche sollen die beiden Backstraßen gebaut werden.

Bohlsen. Volker Krause, geschäftsführender Gesellschafter der Bohlsener Mühle, fasste sich in seiner Rede auf dem Außengelände des Unternehmens bewusst kurz. Denn beim symbolischen ersten Spatenstich für die geplante Erweiterung der Mühle herrschte gestern eisige Kälte.

Und so brachte Krause es knapp auf den Punkt: „Heute ist ein denkwürdiger Tag.“

Kürzlich hatte der Gerdauer Gemeinderat den Bebauungsplan für die langfristige Erweiterung der Bohlsener Mühle an der Bundesstraße 71 beschlossen. Wenn sich in den nächsten Jahren alles wie geplant realisieren lässt, wird das Unternehmen insgesamt rund 15 Millionen Euro investieren, kündigte Krause an. Darunter seien umfangreiche Fördermittel.

Im ersten Schritt sollen eine dritte und vierte Backstraße errichtet werden. „Wir erweitern uns in den Bestand hinein“, erklärte Krause. Das bestehende und das geplante neue Gebäude würden miteinander verbunden. Auch eine moderne Werkstatt, eine Verpackungsanlage und ein neues Verwaltungsgebäude seien vorgesehen.

Dieser erste Abschnitt werde vom kürzlich beschlossenen Bebauungsplan der Gemeinde aber nicht berührt, sagte Manuel Pick. Wohl aber der zweite Schritt der Erweiterung, bei dem langfristig eine neue Frischebäckerei, ein Hochregallager und eventuell auch eine neue Mühle entstehen sollen. Der Beschluss des Gemeinderates „gibt uns Sicherheit“, freute sich Krause. „Das ist wichtig für die zukünftige Entwicklung dieses Betriebs.“ Er dankte allen Beteiligten, darunter den Planern, dem Landkreis Uelzen, der Samtgemeinde Suderburg und der Gemeinde Gerdau, mit denen es „eine hervorragende Zusammenarbeit“ gegeben habe. Mit dem ersten Bauabschnitt werde auch eine Aufstockung des Personals einhergehen, sagte Pick. Etwa 30 zusätzliche Mitarbeiter würden dann eingestellt.

Krause hofft auf einen zügigen Baufortschritt der neuen Backstraßen. Wenn alles nach Plan verlaufe, könne dort im Frühjahr 2019 die Produktion beginnen und zeitgleich der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes in Angriff genommen werden. „Wir werden ein zünftiges Richtfest feiern, wenn es etwas wärmer ist“, versprach Krause.

Zu den Gratulanten nach dem ersten Spatenstich gehörte Gerdaus Bürgermeister Stefan Kleuker. „Das ist ein ganz besonderer Moment für unsere Gemeinde“, betonte er. „Ich freue mich, dass ihr jetzt loslegt.“ Zugleich erinnerte er auch an die aufwendige Planungsphase für die Erweiterung der Bohlsener Mühle, die mehrere Jahre gedauert habe. „In dieser Zeit gab es in der Gemeinde drei Bürgermeister und zwei Räte“, blickte Kleuker zurück.

Von Bernd Schossadowski

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