58-Jähriger aus Dreilingen kandidiert für die WSL

Günther Winkelmann will Suderburger Verwaltungschef werden

Günther Winkelmann steht am Rand der Ellerndorfer Heide. Hinter ihm befindet sich eine Herde Heidschnucken.
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Günther Winkelmann aus Dreilingen – hier in der Ellerndorfer Wacholderheide – tritt am 12. September bei der Wahl des neuen Suderburger Samtgemeindebürgermeisters als Kandidat der WSL an.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Das Feld der Bewerber für die Wahl des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters ist komplett. Der Dreilinger Günther Winkelmann (58) tritt für die Wählergemeinschaft Suderburger Land (WSL) an. Somit gibt es insgesamt fünf Kandidaten.

Dreilingen – Seit 30 Jahren ist er in der Kommunalpolitik tätig, seit mehr als 40 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr. Jetzt stellt sich Günther Winkelmann einer neuen Herausforderung. Der 58-jährige Dreilinger tritt am

12. September für die Wählergemeinschaft Suderburger Land (WSL) bei der Wahl zum Samtgemeindebürgermeister an. Neben Stefan Kleuker (CDU), Benjamin Gießel (SPD) und den unabhängigen Bewerbern Wolf-Dietrich Marwede und Dierk Pellnath ist Winkelmann der Fünfte, der für dieses Amt kandidiert.

Die Idee dazu kam dem Vorsitzenden der WSL, der im Hauptberuf landwirtschaftlicher Dienstleister ist, schon vor einiger Zeit. Der Anlass: Die Feuerwehr Dreilingen, deren Ortsbrandmeister Winkelmann ist, hatte ständig Probleme mit ihrem alten Tragkraftspritzenfahrzeug. Immer öfter sprang der Motor nicht an. Doch es habe zwei Jahre gedauert, bis die Samtgemeindepolitiker sich auf ein Nachfolge-Gefährt für die Wehr geeignet hätten, erinnert sich Winkelmann, der Mitglied des Eimker Gemeinderates ist. „Es hat mich sehr geärgert, dass man so lange diskutieren musste, bis wir ein neues Fahrzeug bekommen haben.“

Und so entschloss sich Winkelmann, für das Amt des Suderburger Verwaltungschefs zu kandidieren. „Wir müssen unsere Freiwilligen Feuerwehren erhalten und stärken“, sagt er. Als Samtgemeindebürgermeister wolle er sich – nicht nur in dieser Frage – für kürzere Entscheidungswege und mehr Bürgernähe einsetzen. Zudem hätten sich neben dem Gerdauer Stefan Kleuker drei Suderburger für den Chefposten im Rathaus beworben, aber niemand aus der Gemeinde Eimke. „Deshalb habe ich gesagt: Ich lasse mich aufstellen.“

Ein wichtiges Anliegen von Winkelmann ist, den Zusammenhalt der drei Mitgliedsgemeinden Eimke, Gerdau und Suderburg zu verbessern. Mit Blick auf die anhaltenden Streitigkeiten untereinander, zum Beispiel über die Umgestaltung des Hardausee-Umfelds, betont er: „Das kann und darf so nicht weitergehen. Man muss irgendwann mal eine einheitliche Linie finden. Es müssen schnellere Entscheidungen her.“

Darüber hinaus will Winkelmann dazu beitragen, die Vereine und damit das Ehrenamt zu unterstützen, weitere Betreuungsplätze für Kinder zu schaffen und die regionale Wirtschaft zu fördern. „Es ist sehr wichtig, Gewerbegebiete auszubauen“, erklärt er. Die Samtgemeinde müsse ortsansässigen Betrieben bei der Weiterentwicklung helfen und alles dafür tun, damit sich neue Firmen ansiedeln.

Winkelmann bewirbt sich nicht nur als Samtgemeindebürgermeister, sondern auch für den Eimker Gemeinderat (als Kandidat von „Wir für Eimke“), den Samtgemeinderat (WSL) und den Kreistag (UWG). „Sollte ich bei der Wahl des Verwaltungschefs nicht gewinnen, will ich auf jeden Fall weiter kommunalpolitisch in den Räten aktiv sein“, verspricht er.

Neben seinem politischen Engagement ist der zweifache Vater und dreifache Großvater Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Dreilingen-Niebeck und der Ortsgruppe Eimke im Verein für Deutsche Schäferhunde sowie Sprecher der Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer Nord-Ost-Heide.

Wahlplakate will Winkelmann übrigens nicht aufhängen, sondern nur Flyer verteilen. „Das Geld, das ich dadurch spare, werde ich den Hochwasser-Opfern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz spenden“, kündigt er an. Außerdem will er Landwirten in den von der Flut betroffenen Regionen Futterspenden aus seinem eigenen Betrieb zukommen lassen.

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