Ausschuss empfiehlt Vorhaben an der Bahnhofstraße

Grünfläche in Suderburg wird zum Mini-Baugebiet

Auf dieser Fläche an der Suderburger Bahnhofstraße im Ortszentrum soll ein kleines Baugebiet entstehen. Der Bauausschuss sprach sich jetzt dafür aus.
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Auf dieser Fläche an der Suderburger Bahnhofstraße im Ortszentrum soll ein kleines Baugebiet entstehen. Der Bauausschuss sprach sich jetzt dafür aus.

Suderburg – Sie liegt zentral in Suderburg, nicht weit von Einkaufsmärkten, Apotheke, Rathaus und Ostfalia-Hochschule entfernt.

Eine etwa 4000 Quadratmeter große Grünfläche westlich der Bahnhofstraße soll nach dem Willen des Bau- und Wegeausschusses der Gemeinde in ein Mini-Baugebiet umgewandelt werden. Volker Warnecke vom gleichnamigen Planungsbüro aus Braunschweig stellte den Kommunalpolitikern jetzt das Vorhaben vor.

Bei der geplanten Ausweisung als kleines Baugebiet handelt es sich um eine Nachverdichtung. Das bedeutet: Auf der Freifläche im Ortskern – sie befindet sich südlich einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofstelle und nordöstlich des bestehenden Baugebietes „Westlich der Bahnhofstraße I“ – soll mit Wohnhäusern eine Lücke geschlossen werden. „Dort könnten zum Beispiel ein Mehrfamilienhaus-Block, zwei Doppelhäuser oder vier Einzelhäuser entstehen“, zeigte Warnecke mögliche Nutzungsarten auf.

Zulässig sind maximal zwei Vollgeschosse. Die Außenwände der Häuser können entweder aus Mauerziegeln oder Holzverschalungen bestehen. Verputzte Wände sind hingegen nicht erlaubt, sagte Warnecke. Die Firsthöhe darf bis zu zehn Meter betragen, die sichtbare Fassadenhöhe höchstens 6,50 Meter. Klar geregelt ist auch die maximale Versiegelung der Fläche. „40 Prozent eines Grundstücks dürfen mit dem Haus bebaut werden, weitere 20 Prozent mit Garagen, Carports, Zufahrten oder Terrassen“, erläuterte Warnecke.

Vorgeschrieben ist zudem, dass das anfallende Regenwasser auf den jeweiligen Grundstücken versickern muss – entweder über Schächte, Mulden oder Pufferspeicher, sogenannte Rigolen. Am nördlichen Rand des Mini-Baugebietes ist eine drei Meter breite Grünfläche vorgesehen, auf der Bäume und Sträucher gepflanzt werden sollen.

Der Ausschuss war sich einig: Das Vorhaben trägt dazu bei, die Suderburger Ortsmitte weiter zu verdichten und eine Baulücke zu schließen. Das genießt eindeutig Priorität gegenüber einer baulichen Nutzung am Siedlungsrand. Daher empfahl der Ausschuss einstimmig die erste Änderung des Bebauungsplans. Darüber hinaus gab das Gremium grünes Licht für die Beteiligung der Behörden und Institutionen sowie für die öffentliche Auslegung des Plans. Außerdem soll zu dem Vorhaben eine Bürgerversammlung abgehalten werden.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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